Rückkehr zu den Wurzeln
Der TC Altenstadt zieht sich aus der Tennisbundesliga zurück.

Feldkirch Zurück zu den Wurzeln heißt es für den TC Altenstadt. Der 1966 gegründete Verein zieht sein Herrenteam freiwillig aus der Tennisbundesliga, der höchsten ÖTV-Spielklasse, zurück. Mannschaftsführer Peter Peham: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach dem Aufstieg 2018, dem Ab- und sofortigen Wiederaufstieg und Rang vier 2020 haben wir zwar als Siebter unter elf Mannschaften dieses Jahr den Klassenerhalt klar geschafft. In Summe waren es die fehlenden personellen Ressourcen ausschlaggend für den Schritt. Da uns Niklas Rohrer (20) mitgeteilt hat, dass er zum Vorjahrsdritten TC Radstadt wechseln wird, haben wir ein Zugpferd aus den eigenen Reihen verloren. Es würde nicht der Ideologie der Vereinsführung entsprechen, ohne Eigenbauspieler und nur mit vereinsfremden Akteuren die Meisterschaft zu bestreiten.“
Erster Rückzug bereits 2008
Nach dem erstmaligen Aufstieg 2006 in die damalige ÖTV-Superliga und Platz fünf im Endklassement erreichte man im folgenden Jahr nach einer 2:7-Halbfinalniederlage gegen den späteren Meister Gmunden als Dritter die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte. 2008 musste man sich abermals im Halbfinale gegen Meister Gmunden mit 4:5 geschlagen geben und zog sich in Folge das erste Mal freiwillig aus der ÖTV-Eliteliga zurück. „Die Gründe damals sind eigentlich dieselben wie diesmal. Es macht keinen Sinn, ein Konstrukt künstlich am Leben zu halten“, erklärt Peham.

Nicht unwesentlich für den Rückzug waren auch die verschärften Durchführungsbestimmungen des ÖTV für die Bundesliga. Peham: „Wenn wir uns nach der offiziellen Nennfrist abgemeldet hätten, wäre die Nenngebühr von 5000 Euro verfallen und wir hätten zusätzlich eine Pönalstrafe von 3500 Euro zu entrichten gehabt. Dazu kommt, dass ab 2022 für einen fehlenden Spieler im erstmaligen Fall 700 Euro Strafe zu zahlen sind und der Wiederholungsfall gleichbedeutend mit dem Zwangsabstieg ist. Zusammen mit der nicht vorhandenen Anzahl an leistungsfähigen Spielern waren dies die schlagenden Argumente für den freiwilligen Rückzug.“

Damit ist Vorarlberg in der ÖTV-Mannschaftsmeisterschaft 2022 durch die Damen und Herren des TC Dornbirn in der ersten, sowie die Damen des TC Bludenz in der zweiten Bundesliga vertreten. Neu beim TC Dornbirn gemeldet sind die Akteure Robin Peham (25) und Gerrit Lebeda (29).
Neustart in B-Liga
Für den TC Altenstadt geht die sportliche Zukunft dort weiter, wo sie ihren Ursprung hatte. Da die Eingliederung in der zweite Bundesliga laut ÖTV-Regeln nicht erlaubt ist, erfolgt die Rückkehr in die Vorarlberger Mannschaftsmeisterschaft (VMM). Allerdings beginnt auch dort eine neue Zeitrechnung für den zehnmaligen VMM-Meister (erstmals 2000, letztmals 2016): Da die VMM-Equipe dieses Jahr nach 21 Jahren Zugehörigkeit aus der A-Liga abgestiegen ist, erfolgt der Neustart in der B-Liga.
