Altach schreibt das nächste Pleiten-, Pech- und Pannen-Kapitel

Sport / 05.12.2021 • 23:00 Uhr
Wolfsbergs Tai Baribo (im Bild gegen Felix Strauss) gelang der Führungstreffer gegen Altach. <span class="copyright">gepa</span>
Wolfsbergs Tai Baribo (im Bild gegen Felix Strauss) gelang der Führungstreffer gegen Altach. gepa

Für die Canadi-Elf war das Wolfsberg-Spiel zum Vergessen. Mit 0:3 ging man sang- und klanglos unter.

Wolfsberg „Wir müssen die Tabellensituation sehr ernst nehmen.“ Den Worten von Atdhe Nuhiu nach Altachs fünfter Niederlage in Folge ist nichts hinzuzufügen. Zumal man beim 0:3 im tief verschneiten Lavanttal in keiner Phase der Partie in der Lage war, die Hausherren zu fordern. In Wolfsberg performten für einmal nur die Schneeschaufler – der Platz musste zweimal vom Schnee befreit und die Partie auf 17 Uhr verlegt werden – und die Mannschaft um Michael Liendl.

„Natürlich bin ich enttäuscht. Nichtsdestotrotz ist das jetzt der falsche Moment auf die Mannschaft hinzuhauen.”

Damir Canadi nach der fünften Niederlage in Folge


Nach dem langen Warten auf den Anpfiff musste kurzfristig Pape Alioune vom Blankett gestrichen werden, weil beim Verteidiger die Knöchelverletzung akut wurde. So kam David Bumberger (22) zu seinem ersten Startelf-Einsatz seit dem 17. April (0:0 gegen Ried). Und in der Schlussphase kam mit Mario Stefel (25) ein zweiter Spieler in die Mannschaft, dem schon im Sommer nahegelegt wurde, den Verein zu verlassen. Mit Johannes Tartarotti und Manuel Thurnwald rückten zwei weitere Akteure gegenüber dem Sturm-Spiel neu in die Mannschaft. Trainer Damir Canadi versuchte es mit Tartarotti (22) als Mittelstürmer anstelle von Nuhiu (32) und mit Thurnwald als Routinier anstelle von Mischitz (18) über rechts. Thurnwald war es auch, der nach 21 Minuten mit dem ersten von insgesamt zwei Torschüssen WAC-Goalie Alexander Kofler, der sein 200. BL-Spiel bestritt, prüfte. Ansonsten offenbarte der 23-Jährige Schwächen in der Defensive, war er doch gegen Amar Dedic klar überfordert.

Die Statistik zum Spiel finden Sie hier


Letzterer war es auch, der mit einem Pfostenschuss (14.) ein erstes Ausrufezeichen setzte. In weiterer Folge luden Altachs Eigenfehler den Gegner zum Toreschießen ein. Beim 0:1 wirkte Nosa Edokpolor völlig orientierungslos, beim 0:2 behinderten sich Sebastian Aigner und Jan Zwischenbrugger und beim 0:3 wurde die an die Mittelauflage aufgerückte Abwehrreihe gnadenlos ausgekontert (77.). Altach hatte zu dem Zeitpunkt längst jede Ordnung im Spiel vermissen lassen. Schlimmer noch: Seit dem 24. Oktober oder mehr als siebeneinhalb Stunden Spielzeit ist man ohne Torerfolg.