So arbeitet man in Lustenau für das neue Stadion

Sport / 04.12.2021 • 04:00 Uhr
Der Neu- bzw. Umbau des Reichshofstadions soll 18,5 Millionen Euro kosten.<span class="copyright">gepa</span>
Der Neu- bzw. Umbau des Reichshofstadions soll 18,5 Millionen Euro kosten.gepa

Nach der Baueingabe ist vor dem Antrag auf die Bundesligalizenz.

Lustenau Im März 2022 ist es soweit. Dann schlägt für die Lustenauer Austria, die sich im Herbst 2021 sportlich mit Rang eins von der besten Seite präsentiert hat, die Stunde der Wahrheit. Die Abgabe des Lizenzantrage für die Spielzeit 2022/23 in der Bundesliga steht an. Dabei steht natürlich, wie in den letzten Monaten immer wieder berichtet, der Neu- bzw. Umbau des Reichshofstadions im Mittelpunkt.

Bernd Bösch, Vorstandssprecher von Austria Lustenau, ist davon überzeugt, dass man alles Notwendige für den Lizenzerhalt schaffen wird.
Bernd Bösch, Vorstandssprecher von Austria Lustenau, ist davon überzeugt, dass man alles Notwendige für den Lizenzerhalt schaffen wird.

“Die Baueingabe war schon mal ein wichtiger Schritt. Jetzt soll die nächsten folgen.”

Bernd Bösch, Vorstandssprecher Austrua Lustenau

Rasches Handeln vonnöten

Denn ob die Austria die Spielberechtigung für die höchste Liga bekommt, ist zum größten Teil von der Machbarkeit des Neubaus abhängig. Der erste große Brocken wurde letzte Woche erledigt, die Baueingabe ist erfolgt. „Das war schon einmal ein wichtiger Schritt, die nächsten sollen jetzt folgen“, erklärt Austrias Vorstandssprecher Bernd Bösch und spricht damit die notwendigen finanziellen Beschlüsse an. Das Land Vorarlberg sowie die Gemeinde Lustenau sollen jeweils 50 Prozent der Baukosten von 18,5 Millionen Euro tragen, „dabei sollte der Beschluss des Landes, diese 50 Prozent auch zu übernehmen, als erstes erfolgen. Dann würde die Gemeinde wohl nachziehen“, hofft Bösch auf rasches Handeln, damit man der Bundesliga Anfang März ein fertiges Lizenzpaket vorlegen kann. Gelingt das nicht, dann droht der Austria das gleiche Szenario wie im März 2021: Die Verweigerung der Lizenz und damit verbunden die Verweigerung eines Aufstiegs, sofern dieser sportlich gelingt.

Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer ist zuversichtlich, dass die Austria die Lzenz bekommt.<span class="copyright">steurer</span>
Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer ist zuversichtlich, dass die Austria die Lzenz bekommt.steurer

„Die Zusage des Landes auf Basis des Memorandums steht. Wir werden in allernächster Zeit mit dem Land die Einzelheiten festlegen.”

Kurt Fischer, Bürgermeister Lustenau

Voll überzeugt

„Wir haben die Baueingabe kürzlich gemacht und stehen kurz vor dem Beginn des Verfahrens. Ich möchte davor noch alle Nachbarn des Reichshofstadions einladen und ihnen das Projekt nahebringen“, beschreibt der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (58) die Aktivitäten. Noch im Dezember möchte Fischer mit dem Land die 50:50-Finanzierung des Landes und der Gemeinde endgültig fixieren. „Die Zusage des Landes auf Basis des Memorandums steht. Wir werden in allernächster Zeit mit dem Land die Einzelheiten festlegen.“ Die Finanzierung des Stadions habe in dem Ausmaß zu erfolgen, dass die Anlage für Bundesligafußball zugelassen wird. „Es geht um die sportliche Zulassung.“ Was bedeutet: Für die Durchführung von Fußballspielen nicht unbedingt notwendige Infrastruktur wird separat bewertet. „Da wird man immer streiten können, ob etwa ein Radständer in die Finanzierung miteinzufließen hat oder nicht“, erklärt der Bürgermeister.
Fest steht: Der Bundesliga wird für die Gewährung der Bundesligalizenz ein klarer Entwicklungsfortschritt samt Finanzierung mit einem Zeitplan der Umsetzung zu präsentieren sein. „Das werden wir alles hinbekommen. Wir stehen jetzt praktisch schon im Verfahren“, ist Fischer überaus zuversichtlich.