So will der SCR Altach die rote Laterne abgeben

Gegen Sturm ist am Mittwoch (19 Uhr) in Altach vor allem Mentalität gefragt. Angriffsduo Atdhe Nuhiu/Noah Bischof beginnt gegen die Grazer.
Altach Auch am Tag drei gab es richtig viel zu besprechen, bevor es für die Mannschaft zum Abschlusstraining auf den Platz ging. Trainiert werden musste aufgrund der winterlichen Bedingungen rund um die Cashpoint-Arena auf dem Kunstrasen. Das schmälert jedoch nicht die Erwartungen für das letzte Heimspiel des Jahres, heute um 19 Uhr (Sky Sport Austria, live) gegen Sturm Graz. Cheftrainer Damir Canadi ist jedenfalls überzeugt, dass das Wachrütteln Wirkung zeigt. „Die Mannschaft wird definitiv ein anderes Gesicht zeigen“, lautet sein Versprechen, weil: „Die Spieler haben verstanden, an welchen Dingen es gelegen ist.“
Zu weit vom Gegner sei man gestanden, weil die Organisation nicht gut war, weil es an Leidenschaft gefehlt hat. Dinge, die der 51-Jährige nicht so stehen lassen möchte. „Ich hoffe doch sehr, dass wir die richtigen Worte gefunden haben.“ Canadi spricht von einer mentalen Geschichte – und hat da in Sturm-Coach Christian Ilzer einen „Verbündeten“. Auch er sieht sein Team einer „harten Drucksituation“ ausgesetzt. „Wir wollen im Kopf bereit sein, um gegen einen kompakten Gegner die nötige Frische auf den Platz zu bringen“, meint der 44-Jährige mit Blickrichtung Altach-Spiel. Doch die von ihm angesprochene Kompaktheit ist Zwischenbrugger und Co. zuletzt abhandengekommen. Darauf wurde in den wenigen Tagen seit dem Tirol-Spiel der Fokus gelegt – sowohl am Platz als auch in der Kommunikation.
Schneeschaufeln ist angesagt
Probleme bereiten derzeit den Altachern die Schneemassen. Schon am Dienstag waren viele ehrenamtliche Helfer mit den Schneeschaufeln im Stadion, um den grünen Rasen von der weißen Pracht zu räumen. Möglicherweise steht am Mittwoch eine Platzkommissionierung ins Haus, wenn der Schneefall über Nacht nicht nachlässt. Somit droht auch der zweite Versuch, das Heimspiel gegen Sturm zu bestreiten, abgesagt zu werden.
Spielanalyse ohne Trainer als Lösungsansatz
Die Trefferausbeute ist ein markantes Manko in dieser Saison. Dass zuletzt das Sturmduo Atdhe Nuhiu/Noah Bischof zudem gefehlt hat, schmerzte doppelt. Denn der 32-jährige Routinier mit England-Erfahrung und der 18-jährige Himmelstürmer aus der Akademie Vorarlberg ergänzen sich am Platz immer besser. Deshalb gab es vom Chef für heute eine „Einsatzgarantie“. Schon allein deshalb ist von keinen weiteren personellen Veränderungen auszugehen. Damit dürfte auch Rückkehrer Felix Strauss (20) nach überstandener Corona-Infektion vorerst wohl auf der Bank Platz nehmen.
Auch in Spielerkreisen sorgte der Heimauftritt gegen die WSG Tirol für ein kleines „Nachbeben“. So hat sich die Mannschaft intern, bei einer Analyse der kompletten 90 Minuten – ohne Trainer Damir Canadi – ausgesprochen und eingeschworen. „Ich empfinde es als sehr positiv. Sie wollten von sich aus die Partie noch einmal sehen“, ortet Canadi durchaus kritischen Geist in der Mannschaft. Und den starken Drang, es sogleich besser zu machen. Doch Sturm ist der Tabellendritte, mit dem Anspruch einen der Top-Sechs-Plätze zu erreichen.





