Ein Aigner tut der Altacher Mannschaft immer gut

Sport / 24.11.2021 • 17:30 Uhr
Ein Aigner tut der Altacher Mannschaft immer gut
Im defensiven Mittelfeld kann Sebastian Aigner (links) zu einer Stütze im Spiel der Altacher werden. gepa

Zwei Jahre nach dem Abgang von Hannes Aigner (40) schickt sich mit Sebastian Aigner (20) erneut ein Spieler mit dem besonderen Namen an, beim Cashpoint SCR Altach Fuß zu fassen.

Altach Der “Fußball-Gott” ist in Altach bei den Fans noch immer nicht vergessen. Zwei Jahre nach dem Karriereende von Stürmerstar Hannes Aigner versucht nun ein fußballerisch völlig konträrer Aigner sich in Altach durchzusetzen. Nicht einmal 15 Monate sind ins Land gezogen, seitdem Sebastian Aigner mit der U-19 des FC RB Salzburg im Halbfinale der UEFA Youth League das „Weiße Ballett“ von Real Madrid forderte.

„Ich hatte in Salzburg Phasen, in denen ich mit der Spielzeit zu kämpfen hatte.“

Sebastian Aigner über seine Zeit bei RB Salzburg

An der Seite der heutigen A-Nationalspieler Karim Adeyemi (Deutschland), Luka Sucic (Kroatien) Junior Adamu oder Nicolas Seiwald (beide Österreich) und trainiert vom aktuellen Mainz-Chefcoach Bo Svensson kam Aigner zur Halbzeit beim Stand von 0:2 aus Sicht der „Bullen“ ins Spiel.


Sucic hatte Salzburg fünf Minuten nach Aigners Einwechslung per Elfmeter zwar noch einmal herangebracht, am Ende sind die Svensson-Schützlinge dennoch ausgeschieden. „Wir wären natürlich gerne ins Finale eingezogen. Die Erinnerung an diese Zeit wird aber definitiv immer halten“, blickt Aigner auf seine letzte Station im Nachwuchsfußball zurück. Eine Zeit, die ihn sowohl persönlich als auch fußballerisch enorm geprägt habe, wie er heute sagt.
Auf dem Weg, den Aigner bereits als Achtjähriger im Nachwuchs des heutigen Österreichischen Serienmeisters eingeschlagen hat, kam am vergangenen Samstag ein weiterer Meilenstein hinzu. Im Duell des Cashpoint SCR Altach gegen Rekordmeister Rapid stand Sebastian Aigner erstmals in einem Bundesligaspiel über zwei Halbzeiten auf dem Platz und lieferte bei der 0:1-Auswärtsniederlage über 77 Minuten eine Talentprobe im zentralen Mittelfeld ab.

Weiterkämpfen

„Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute gekämpft und alles gegeben. Trotz Unterzahl hatten wir unsere Chancen. Auch wenn mir noch nicht alles gelungen ist, wie ich es mir vorgenommen habe, schaue ich positiv gestimmt nach vorne“, bilanziert der 20-Jährige. Es war nicht immer absehbar, dass Aigner den Sprung in den Profifußball schaffen würde. „Ich hatte in Salzburg Phasen, in denen ich mit der Spielzeit zu kämpfen hatte und nicht immer erste Wahl war. In diesen Phasen war es wichtig an mich zu glauben und dranzubleiben.“ Letztendlich war es einer der Gründe, weshalb Altach zugeschlagen hat, als Aigner im Sommer verfügbar wurde. „Sebastian ist in Salzburg selten als Stammspieler in eine Saison gegangen, hatte meistens Konkurrenten im Team, die ihm zunächst vorgereiht waren. Er hat sich aber in jeder Saison durchgesetzt. Das zeugt von seiner hervorragenden Mentalität“, liefert der Sportliche Leiter Werner Grabherr die Erklärung dazu.


Auch in Altach hat es etwas gedauert, bis Aigner seine Chance erhielt. Nach vielen Kurzeinsätzen in den vergangenen Wochen schenkte ihm Damir Canadi vergangenen Samstag gegen Rapid das Vertrauen von Beginn an. „Jetzt heißt es weiterkämpfen und mir so viel Spielzeit wie möglich erarbeiten“, weiß Aigner.