Ganz stark! Christian Hirschbühl fährt in Zürs um den Sieg mit

Es war spannend bis zum Schluss der Qualifikation, in der die drei Vorarlberger vor allem in Lauf ein aufhorchen ließen. Am Ende schaffte aber nur Christian Hirschbühl, wie bei der Premiere des Weltcup Lech Zürs, den Einzug ins Finale der besten 16. Dieses beginnt um 16 Uhr.
Zürs Die Überraschung vorweg: Vorjahressieger Alexis Pinturault, Schnellster des ersten Laufs vor Dominik Raschner, beging im zweiten Heat gegen den späteren Quali-Dritten Henrik Kristoffersen (NOR/+0,12) einen Torfehler. “Mit einem kleinen Fehler ist man zu weit, das ist schade”, meinte der Franzose. “Parallel ist immer etwas eine Überraschung.”

Christian Hirschbühl 
Christian Hirschbühl
Umso höher ist die Leistung der Vorarlberger einzustufen. Denn mit Christian Hirschbühl, Thomas Dorner und Patrick Feurstein schafften es gleich alle drei in die Top 30 in dem 57 Läufer umfassenden Starterfeld. Dreimal Weltcuppunkte für die Ländle-Herren, die groß aufzeigten. Vor allem im ersten Lauf, als auf dem blauen Kurs Dorner als Siebenter und Feurstein als Elfter über die Ziellinie fuhren, Hirschbühl war sogar Dritter auf dem roten Kurs.
Hirschbühl (31) war denn auch der erste VSV-Läufer im Re-Run. Ein Lauf mit einem kleinen Fehler und so musste der Lauteracher bis zum zweiten Lauf von Dorner zittern. Als 15. schaffte Hirschbühl dann aber wie im Vorjahr den Einzug in die Top 16. Erfreulich, weil das Feld mit starken Riesenslalomspezialisten gespickt war und er zeigte, dass er da mithalten kann. Dabei hatte er sich nach der Zieldurchfahrt doch etwas über seine Leistung geärgert. “Ich habe es nicht so auf den Punkt gebracht. Aber egal, ich bin dabei und das ist absolut positiv.” Im Achtelfinale wartet nun auf Hirschbühl das Duell mit dem Slowenen Zan Kranjec, der am Montag seinen 29. Geburtstag feiern wird.

Patrick Feurstein 
Patrick Feurstein
Doch einigermaßen enttäuscht war Patrick Feurstein, der als 29. mit zwei Weltcuppunkten die Reise zurück ins Trainingsquartier nach Hippach antreten kann. “Natürlich, ich muss zufrieden sein, sind es doch meine ersten Weltcuppunkte. Aber optimal war es nicht, deshalb bin ich echt enttäuscht.” Zumal es im Training einfach super gelaufen sei, auch der erste Lauf sei zufriedenstellend gewesen. “Ich habe anfangs etwas gebraucht, danach war es okay. Im zweiten habe ich dann wohl zu viel gewollt.” Ein kleiner Fehler im oberen Abschnitt, als der Außenski wegrutschte und schon war die Quali-Chance dahin. “Ich habe dann mit der Brechstange versucht, statt die Spur zu nehmen.” Letztendlich sei es aber wichtig, am Boden zu bleiben. “Es sind die ersten Weltcuppunkte. Da darf man schon zufrieden sein. Aber im Moment überwiegt einfach die Enttäuschung.” Das Positive? “Der Druck der ersten Weltcuppunkte ist weg”, konnte der 24-jährige Bregenzerwälder am Ende doch lachen. Zumal er auch den Auftritt vor dem Heimpublikum genoss.
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Thomas Dorner 
Thomas Dorner
Ein wenig Enttäuschung schwang auch aus den Worten von Thomas Dorner, der Ende Platz 25 belegte. Von ihm gab es ein großes Lob an das Organisationskomitee (“Vom Kurs selbst gab es keine Unterschiede”) für die Piste, zumal es zwischen den Läufen wärmer wurde und sich auch so der Schnee veränderte. Am Ende konnte er trotz des verpassten Finales dem Rennen Positives abgewinnen. “Zweimal im Ziel und ich habe gesehen, dass ich dabei bin. Vielleicht kommt dann auch später die Zufriedenheit.” Im ersten Moment drückte beim 23-Jährigen die verpasste Chance die Stimmung. Dorner bleibt im Land und wird die nächsten Tage mit der ÖSV-Trainingsgruppe auf dem Weltcuphang trainieren.