Weltcup in Zürs: Eine lässige Abwechslung

Sport / 12.11.2021 • 11:00 Uhr
Weltcup in Zürs: Eine lässige Abwechslung
Christian Hirschbühl zeigte im Vorjahr mit Rang acht in Zürs auf. GEPA

Christian Hirschbühl, Thomas Dorner und Patrick Feurstein peilen beim Parallel-Weltcup in Zürs die Finalteilnahme an.

Lech/Zürs Christian Hirschbühl, Thomas Dorner und Patrick Feurstein – ein Vorarlberger Dreigestirn fährt am Sonntag beim Parallelbewerb in Zürs um Weltcuppunkte. Dorner, der auf drei Einsätze in der Königsklasse zurückblicken kann, und Feurstein, der bisher auf neun kommt, werden versuchen, erstmals in die Weltcup-Punkteränge zu fahren.

Die Vorfreude ist da

Eines eint das Ländle-Trio: Sie freuen sich auf die paralle Herausforderung. „Ich habe mich letzten Jahr wirklich wohl gefühlt“, erinnert sich Hirschbühl gerne an seinen achten Platz aus dem vergangenen Jahr beim Flexen Race zurück. „Ich finde den Parallelbewerb cool“, fiebert Dorner ebenfalls dem Rennen entgegen. Er kann auf einem dritten Platz bei einem Europacup zurückblicken. Für Feurstein ist der Bewerb neu, aber attraktiv: „Mir taugt das voll, er ist lässig. Einfach etwas anderes zu den normalen Riesentorläufen.“ Dorner kennt den Hang in der Flexenarena von Trainingseinheiten aus dem letzten Winter. „Wir haben da geübt, ich weiß, wo es runtergeht“, sagt der 23-jährige vom WSV Andelsbuch. Feurstein ist ein absoluter Parallel-Neuling: „Ich komme in meiner Karriere auf drei Tage Training in dieser Disziplin. Es gibt nur einen Bewerb im Jahr. In Zürs bin ich einmal mit dem Lift rauf und den Hang runter, da war aber noch keine Rennstrecke da“, erinnert sich der 24-jährige Mellauer.
Die Erwartungen für das Rennen liegen auf der Hand: die Qualifikation für die Top 16. „Ich möchte an die Leistung von 2020 anschließen“, so Routinier Hirschbühl. Der 31-jährige aus Lauterach, im Vorfeld wegen Kniebeschwerden zu einer Pause gezwungen, weiß aber auch, wie stark die Konkurrenz ist: „Der Kreis der Anwärter auf einen Stockerlplatz ist ziemlich groß. Da gilt es, die beste Leistung abzurufen.“
Dorner, der sich wie das gesamte ÖSV-Team bis morgen in Hippbach vorbereitet, nimmt ebenfalls einen Platz unter den Top 16 und damit das Finale ins Visier. „Ich bin ein schnellkräftiger Typ, mir kommen kürzere Torabstände entgegen.“ Das Duell Mann gegen Mann würde ihm gut gefallen: „Ich finde es spektakulär, nebeneinander in der Startbox zu stehen. Man hat den Gegner im Augenwinkel, dann geht es Schwung auf Schwung. Normalerweise wird immer gegen die Zeit gefahren, diese Art des Rennfahrens ist eine tolle Abwechslung. Ich werde auf jeden Fall alles raushauen, was ich habe.“
Die beiden Qualifikationsläufe gut runterbringen hat sich auch Feurstein vorgenommen. „Ich weiß, dass ich zwei richtig gute Läufe aus der Wundertüte zaubern muss, um im Finale dabei zu sein. Da ist kein Fehler erlaubt, es braucht ein wenig Glück. Wenn es passt ist auch für mich etwas möglich.“

Thomas Dorner war in der Qualifikation der Schnellste. <span class="copyright">GEPA</span><br> 
Thomas Dorner war in der Qualifikation der Schnellste. GEPA
 

Außenseiter mit Chancen

Mut macht den Ländle-Läufern Verbandspräsident Walter Hlebayna. „Im Parallelbewerb kann alles passieren.“ VSV-Alpinchef Martin Lackner glaubt, dass dieses Format allen Teilnehmern Chancen eröffnet: „Es ist sehr spannend. Viel hängt vom Start ab, im Finale ist dann vieles möglich. Es eröffnet auch Außenseitern mit höheren Nummern Chancen.“

Parallelrennen sind für Patrick Feurstein Neuland. <span class="copyright">GEPA</span>
Parallelrennen sind für Patrick Feurstein Neuland. GEPA