Austria Lustenau kürt sich zum Herbstmeister

Nach dem 2:0-Heimsieg ist nun die Winterkrone das Ziel von Austria Lustenau.
Lustenau 2550 Zuschauer im Reichshofstadion waren Zeugen einer Machtdemonstration der Austria. Die Elf rund um Kapitän Matthias Maak ließ beim 2:0-Sieg über den SV Horn nie eine Frage aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Nur einen Schuss aufs eigene Gehäuse ließ man zu, selbst erarbeitete man sich eine Fülle an Torchancen. Am Ende war es den beiden Dribblanskis Muhammed Cham (57.) und Wallace (69.) mit ihren Traumtoren vorbehalten, die Austria zum völlig verdienten Herbstmeistertitel zu schießen, weil das direkte Duell (2:1-Heimsieg) mit dem Zweitplatzierten FC Liefering zählt.
„Das war ein dominanter Auftritt des Teams. Ein schöner Ausklang im Reichshofstadion.“
Markus Mader, Trainer Austria Lustenazu

Schiefe Ebene
Trainer Markus Mader änderte seine Startelf an zwei Positionen. Der über lange Zeit gescholtene Wallace ersetzte den zuletzt etwas müde wirkenden Silva Teixeira auf der Flanke und Außenverteidiger Fabian Gmeiner spielte statt Leo Mätzler wieder von Beginn, was dem Spiel der Austria von Start weg viel Schwung über die Außenbahnen einbrachte. Überhaupt lief die Partie in der ersten Halbzeit wie auf einer schiefen Ebene. Die Mader-Elf diktierte das Geschehen, die Gäste aus Niederösterreich versuchten so gut es ging die Defensive zu halten. Dies gelang im ersten Durchgang, weil die Heimischen ihre Möglichkeiten einfach nicht nutzten oder Horns Tormann zur Stelle war. Einen Freistoß von Michael Cheukoua (4.) lenkte Fabian Ehmann an die Stange, bei Jean Hugonets Versuch (10.), nach einem Freistoßtrick über die rechte Seite, war erneut Ehmann parat. Beim Geschoß aus 20 Metern von Muhammed Cham (23.) wäre der „Hexer“ aus Horn aber machtlos gewesen, doch der Ball verfehlte knapp das Ziel. Den wohl größten Braten vergab 17-Tore-Mann Haris Tabakovic, als die Kugel dem Schweizer vor die Beine sprang. Doch erneut war Ehmann zur Stelle. So ging es torlos in die Kabinen.
„Mein Dank geht ans Team, dass es mir leicht macht, so Fußball zu spielen.“
Muhammed Cham, Spieler Austria Lustenau
Geduld bewiesen
Die zweite Hälfte lief genau gleich ab wie die erste. Nur eben mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass Tore für Heimmannschaft fielen. Cham (57.) war es, der die Fans erstmals jubeln ließ und den Horner Riegel knackte. Mit seinem linken Zauberfuß ließ er Horns Tormann mit einem perfekten Weitschuss keine Chance. Zwölf Minuten später machte es Wallace (69.) seinem Kollegen nach. Der Brasilianer benutzte bei dem zweiten Traumtor der Austria den rechten Fuß, schlenzte die Kugel aus 18 Metern unhaltbar ins lange Eck. Die Partie lag auf Eis, der eingewechselte Silva Teixeira (89.) scheiterte noch an Goalie Ehmann und der Latte. „Das war schon ein sehr dominanter Auftritt meiner Mannschaft, die von der ersten Sekunde an vermittelte, das Heft in die Hand nehmen zu wollen. Ein wahrlich schöner Ausklang im Reichshofstadion“, war Trainer Mader hellauf begeistert von seiner Truppe. Cham, Regisseur und Goalgetter in Person, ließ sich zurecht von den Austria-Fans feiern. „Ein toller Herbst. Ein Dank geht an die Mannschaft, die es mir von Start weg leicht gemacht hat, dass ich mich hier so entfalten kann.“
Fussball, 2. Liga, 14. Spieltag
Austria Lustenau – SV Horn 2:0 (0:0)
Lustenau, Reichshofstadion, 2550 Zuschauer, SR Jäger
Torfolge: 57. 1:0 Cham, 69. 2:0 Wallace


