Ende von Dornbirn-Tief nicht in Sicht

Das 5:8 gegen Fehervar war die höchste Saisonniederlage.
Dornbirn Keine 24 Stunden nach dem dramatischen Zwischenfall mit Bratislava-Spieler Boris Sadecky, der in der ersten Drittelpause reanimiert werden musste, standen die Dornbirner gegen Fehervar wieder am Eis. Kurz vor Spielbeginn veröffentlichten die Slowaken einen Facebook-Post zur Gesundsheitsituation von Sadecky. Darin teilte der Verein mit, dass der Zustand des 24-Jährigen zwar stabil aber ernst sei. Weitere Unterschungen seien am Laufen. Genauers wollten die Bratislava- Verantwortlichen auf Wunsch der Famile von Sadecky nicht bekannt geben.
Fehlerhafte Gastgeber
Die Messestädter versuchten die Geschehnisse des Vorabends so gut wie möglich wegzustecken.Doch schon in der ersten Minute legten die Ungarn vor. Über drei Stationen kombinierte sich der gegnerische Angriff bis vor das DEC-Tor und Braeden Shaw vollendete zur frühen Führung. In der siebten Minute war Anze Kuralt nach einem verpatzen Abspiel von Ari Gröndahl auf und davon. Allerdings rettete Dornbirn-Goalie David Madlener. Auch in der zehnten Minute stand Madlener im Mittelpunkt des Geschehens. Gleich mehrmals scheiterten die Gäste am Bulldogs-Keeper. Zwar hatten auch die Heimischen ihre Chancen aber erst in der 12. Minute sorgte Kevin Hancock für Zählbares. Im ersten DEC-Überzahlspiel wurde sein Schuss so abgelenkt, dass er Rasmus Tirronen durch die Schoner rutschte. Drei Minuten später brachte ein Fehervar-Angriff den nächsten Gegentreffer. Ähnlich wie bei Tor Nummer Eins, fehlte bei den Messestädtern die Zuordnung und Andrew Sarauer beförderte den Puck unter die Torlatte. Die Hausherren hatten bis zum Drittelende noch einge gute Szenen aber 20 Sekunden vor der Pausensirene stellte Gleason Fournier im ersten ungarischen Powerplay auf 1:3
Löchrige Defensive
Der Start ins zweite Drittel verbreitete in der Messeishalle Hoffnung. Pavel Padakin fälschte die Scheibe kurz nach Wiederbeginn zum 2:3 ab (22.). Obwohl Fehervar 62 Sekunden später durch Kristof Nemeth zum vierten Mal einnetzte, konnte Jesse Saarinen in der 27. Minute erneut verkürzen. Nun drückte der DEC auf den Ausgleich, doch ein Doppelschlag der Magyaren innerhalb von 32 Sekunden bremste dieses Ansinnen der Gastgeber ordentlich aus. Shaw und Akos Mihaly (30.) hatten wenig Mühe bei ihren Treffern, da sowohl die eigene Abwehrarbeit als auch Madlener nicht mit letzter Konsequenz agierten. Daraufhin übernahm Lukas Herzog im Bulldogs-Gehäuse, doch nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf Shaw in Unterzahl zum 3:7. Damit war das Bestschießen in diesem Abschnitt noch nicht zu Ende. Alex Petan im Powerplay (36.) und Marcel Zitz (38.) sorgten für einen 4:8-Zwischenstand nach 40 Minuten.
Der Tabellenzweite schaltete im Schlussdrittel einen Gang zurück. Doch neben zwei Stangenschüssen schaute in der 51. Minute nur ein Treffer von Nikita Jevpalovs zum 5:8-Endstand heraus. „Es ist drunter und drüber gegangen. Es lässt sich momentan schwer in Worte fassen, warum wir so viele Tore kassiert haben“, machte Marcel Zitz, der sein erster Saisontreffer gelang, keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die höchste DEC-Saisonniederlage. ABR
Eishockey, Bet-at-home ice liga, Grunddurchgang
Dornbirner EC – Fehervar 5:8 (1:3, 3:5, 1:0)
Messeeishalle, 978, SR Berneker, Piragic, Gatol, Zgonc
Torfolge: 1. 0:1 Shaw, 12. 1:1 Hancock (5:4-Überzahl), 15. 1:2 Sarauer, 20. 1:3 Fournier (5:4), 22. 2:3 Padakin, 23. 2:4 Nemeth, 28. 3:4 Saarinen, 30. 3:5 Shaw, 30, 3:6 Mihaly, 32. 3:7 (4:5-Unterzahl), 36. 3:8 Petan (5:4), 38. 4:8 Zitz, 51. 5:8 Jevpalovs
Strafminuten: 8 bzw. 12
DEC: Madlener (30. Herzog); Cuma, Vandane, Ross, Spencer, Suohnen, Gröndahl, Matzka; Macierzynksi, Häußle, Schwinger, Beck, Hancock, Padakin, Saarinen, Ruzicka, Jevpalovs, Antonitsch, Zitz, Pöschmann, Kandemir
Fehervar: Tirronen; Campbell, Fournier, Szabo, Horvath, Dobmayer, Atkinson, Erdely, Sarauer, Petan, Shaw, Jacobs, Kuralt, Magosi, Nemeth, Mihaly, Ambrus, Retfalvi, Szabo



