Diesen Altacher trainierte Mario Krassnitzer

Sport / 24.10.2021 • 12:00 Uhr
Diesen Altacher trainierte Mario Krassnitzer
Tino Casali in Aktion. Gegen den LASK möchte er ohne Gegentreffer bleiben. gepa

Tino Casali, die Nummer eins beim Cashpoint SCR Altach, ist kein Mann der großen Worte, lieber lässt er Taten für sich sprechen. Vor dem Spiel am Sonntag beim LASK spielen beim 25-Jährigen Gegenwart und Vergangenheit eine große Rolle.

Altach Sein erster loser Kontakt mit Vorarlberg passierte in der Zeit bei der Fußballakademie in Kärnten. Tormanntrainer von Tino Casali war Mario Krassnitzer, der ein Torhüter-Jahrzehnt im Ländle prägte. 1999 war Krassnitzer vom LASK, dem sonntägigen Gegner der Altacher, zur Lustenauer Austria – damals in der Bundesliga – gewechselt. Während er mit den Grün-Weißen aus dem Oberhaus abstieg, schaffte der heute 46-Jährige und für Wolfsberg arbeitende 2006 mit Altach den erstmaligen Aufstieg in die oberste Liga. 142 Spiel für Altach und 195 für die Austria bestritt er zwischen 1999 und 2010. „Ich habe noch heute ein Super-Verhältnis zu ihm“, streut Casali seinem ehemaligen Trainer Rosen. Inzwischen steht der in Villach geborene Schlussmann der Altacher auf eigenen Beinen – und wichtig für das Selbstbewusstsein: Er hat das Vertrauen von SCRA-Coach Damir Canadi mit seinen bisherigen Leistungen in den Spielen vollends bestätigt. Zusammen mit Stefan Haudum (26) sieht sich der 25-Jährige inzwischen als Bindeglied zwischen den „jungen Wilden“ und den Routiniers in der Mannschaft.

„Als Mannschaft sind wir mittendrin. Es bleibt bis Ende des Grunddurchgangs spannend.“

Tino Casali über die aktuelle Lage in der Liga

Dabei musste Casali nach zwei Endrunden mit dem österreichischen Nationalteam – U-20-WM 2015 unter Teamchef Andreas Heraf und ein Jahr davor schon die U-19-EM-Endrunde in Ungarn, in der österreichischen Liga erst einmal kürzer treten. Denn nach der Unterzeichnung eines Profivertrags bei der Wiener Austria schaffte er es weder bei den Violetten noch später beim Floridsdorfer AC noch bei Mattersburg, sich als Nummer eins zu etablieren. In Altach nun zählt sein Gesicht zur aktuellen Umbruchsituation, in der die jungen Spieler immer mehr in die Mannschaft drängen – und vom Trainer gefördert werden. Gewissenhafte Vorbereitung auf den Gegner, inklusive intensivem Videostudium, gehören beim Kärntner ebenso zum Fußballalltag wie seine orangefarbene Leggins im Spieltags-Outfit. „Ich fühle mich in lang einfach wohler“, sagt er, ohne dabei auf nähere Begleitumstände eingehen zu wollen. Lieber glänzt Casali am Platz – und da warten mit den beiden LASK-Spielern Peter Michorl und Lukas Grgic zwei ehemalige Teamkollegen aus der gemeinsamen U-20-Zeit.

LASK-DNA knacken

Zuletzt 13 Mal versucht, nie ist es gelungen. Nun fühlt sich Altach bereit, die unter Trainer Andreas Wieland wieder propagierte LASK-DNA zu knacken und einen Sieg einzufahren. Zumal die Trainingswoche „positiv verlief“ (Canadi) und das Selbstvertrauen da ist. Altachs Trainer spricht zwar von einem schwierigen Spiel, sieht aber eine gute Entwicklung in seiner Truppe. Und er fordert weiter die Leidenschaft aus dem Salzburg-Spiel. “Da hatten wir ein richtig gutes Umschaltspiel, waren zielstrebig und haben Ein-Kontaktfußball gespielt”, gab es noch einmal Lob von Damir Canadi. Gegen den LASK müsse sich die Mannschaft auf viele Zweikämpfe einstellen und man müsse versuchen, den Ball hinter die Abwehr zu bekommen. In puncto Aufstellung will Canadi nicht allzu viel verändern, nachdem er in dieser Saison schon 23 Spielern eine Chance gegeben hat. Zwar sei er noch ein Suchender, doch langsam kristallisiere sich eine Achse heraus.