Deshalb wäre Tabakovic fast bei BW Linz gelandet

Im Sommer hätte die Schweizer Torgarantie fast beim heutigen Gegner BW Linz unterschrieben.
Lustenau Die Grün-Weißen schweben nicht erst seit dem 6:0-Kantersieg über den Kapfenberger SV auf einer Erfolgswelle. Insgesamt ist man nun seit sieben Spielen in Folge ungeschlagen, auch das Reichshofstadion ist – seit der Namensänderung – wieder zu einer Festung geworden. In der laufenden Saison gab es für die Gäste rein gar nichts zu holen. Sieben Siege aus sieben Spielen für die Elf von Trainer Markus Mader.
„Grund für irgendwelche Änderungen sehe ich nach den zuletzt gezeigten Leistungen überhaupt keinen.”
Markus Mader, Trainer Austria Lustenau

Nächster Heimsieg im Visier
Daran soll sich aus Sicht der Grün-Weißen heute nichts ändern, auch wenn mit BW Linz ein großes Kaliber im Ländle antritt. „Grund für irgendwelche Änderungen sehe ich nach den zuletzt gezeigten Leistungen überhaupt keinen. Dazu zähle ich auch die Aussrichtung meiner Mannschaft im Spiel gegen die Linzer“, erklärt der Cheftrainer. Dennoch zollt er dem Gegner großen Respekt, „weil die Linzer eine extrem homogene Truppe sind, die in allen Bereichen sehr gut aufgestellt ist. Sie treten seit langer Zeit extrem kompakt auf, sind alles in allem ein eingespieltes Team. Aber wir haben sie analysiert und sind vorbereitet“. Analysen, die für heute sicher von Vorteil sein können, denn die Oberösterreicher haben im Laufe der Saison schon oftmals bewiesen, wie flexibel sie auftreten können.

Einen Schlendrian unter der Woche ob der bislang traumhaften Saison konnte Mader jedenfalls nicht feststellen, „weil die Spieler mir jeden Tag das Gefühl geben, weit weg von irgendeiner Art der Zufriedenheit zu sein“.
Es ist also alles angerichtet für ein weiteres Fußballfest in Lustenau. Die Linzer kommen mit dem Vorhaben ins Ländle, den Spitzenreiter die weiße Heimweste zu beschmutzen. „Wir haben schon einen Plan, wie wir auch in Lustenau bestehen können. Aber klar: Die Austria ist Favorit. Sie hat in meinen Augen mit Trainer Markus Mader und dem Verbleib von Haris Tabakovic im Sommer zwei starke Entscheidungen getroffen. Ich habe da schon geahnt, dass die Austria stark performen wird“, schmiert BW Linz-Sportdirektor Tino Wawra den Lustenauern Honig ums Maul.
Fast Blau-Weiß statt Grün-Weiß

Apropos Tabakovic: Der 16-fache Torschütze der Austria wäre im Sommer beinahe bei den Blau-Weißen gelandet, grundsätzlich waren sich Spieler und Klub schon einig. „Haris hätte es gerne gemacht, mit Lustenau war er zum Zeitpunkt unseres Erstgesprächs in der Vorsaison in Abstiegsnot. Finanziell wäre das Gesamtpaket aber nicht zu stemmen gewesen. Jetzt wird er aber glücklich sein, dass es so gekommen ist, wie es ist“, so Wawra, der im Gespräch mit der VN zudem erklärte, „dass ein Aufstieg in dieser Saison für uns nicht möglich ist. Unser neues Stadion ist nämlich erst im Mai 2023 fertig“.
Baueingabe steht bevor

Bereits vor dem Schlagerspiel konnten sich die Vereinsverantwortlichen in Sachen Stadionbau freuen. Die Differenzen mit einem Nachbarn in unmittelbarer Stadionnähe sind laut Vereinsvertretern augeräumt, die Verträge müssen nur noch unterzeichnet werden. Damit stünde der Baueingabe nichts mehr im Wege.
Fussball, 2. Liga, 12. Spieltag
Austria Lustenau – FC BW Linz Freitag
Lustenau, Reichshofstadion, 20.25 Uhr, SR Jäger (S)