So will Austria Lustenau den nächsten Sieg einfahren

Sport / 15.10.2021 • 03:10 Uhr
So will Austria Lustenau den nächsten Sieg einfahren
Haris Tabakovic und Co. gehen voller Selbstvertrauen in die Heimpartie gegen den Kapfenberger SV.gepa

Grün-Weiße empfangen heute den Kapfenberger SV und wollen die Heimserie weiter ausbauen.

Lustenau Die Länderspielpause ist vorbei, Austria Lustenau startet mit dem Heimspiel gegen den Kapfenberger SV in die letzte Phase der Herbstsaison. Sechs Spiele stehen für Austria-Trainer Markus Mader und seine Truppe noch an. Bislang stehen die Grün-Weißen so glänzend da wie schon lange nicht. Neun Siege aus zehn Spielen, nur einmal verließ man den Platz als Verlierer (1:2 gegen den FAC Wien/a). Einen besseren Lauf in der Meisterschaft verzeichneten die Kicker aus der Stickergemeinde nur in der Saison 2012/13, als man unter dem damaligen Coach Helgi Kolvidsson erst in der 14. Runde eine Niederlage kassierte. Davor standen zehn Siege und drei Remis zu Buche.

Rekord

Doch die aktuelle Mannschaft rund um Tormaschine Haris Tabakovic (13 Treffer) arbeitet hart daran, diesen Vereinsrekord zu brechen. Denn zehn volle Erfolge nach elf Runden gelang noch keiner Mannschaft der Austria. Auch nicht der fabulösen Aufstiegstruppe rund um Luggi Reiner, Peter Letocha und Co. in der Spielzeit 1996/97. Damals hielt die Elf von Austrias Trainerlegende Edi Stöhr nach zehn Matches bei sechs Siegen, drei Remis und einer Niederlage.

„Jedes Team der Liga will uns natürlich stürzen. Mit diesem Los müssen wir nun leben.“

Markus Mader, Trainer Austria Lustenau

Das Los des Spitzenreiters

Den Grundstein für die nächsten drei Punkte heute gegen die Steirer will man in den vergangenen zwei Wochen gelegt haben. „Wir haben vor allem letzte Woche richtig hart und viel trainiert. Da waren auch unangenehme Läufe dabei. Danach gab es drei Tage Urlaub und in den letzten Tagen ist die Truppe wieder mit volle, Enthusiasmus ans Werk gegangen“, blickt Cheftrainer Markus Mader zurück. Von einer klaren Sache gegen den KSV, aktuell 13. der Tabelle, will der Bregenzer aber nichts wissen, „denn jede Mannschaft der Liga will uns natürlich jetzt stürzen. Mit diesem Los, das wir uns auch erarbeitet haben, müssen wir leben. Wir sind aber auch darauf vorbereitet“, so Mader, der einen tiefstehenden Gegner erwartet, seien Chance in Kontern suchen wird.

“Wir wissen um unsere Stärken. Aber dabei rede ich von Selbstvertrauen, nicht von Arroganz.”

Haris Tabakovic, Stürmer Austria Lustenau

Auch Tabakovic ist sich der Herausforderungen als überlegener Tabellenführer bewusst, weiß aber um das Momentum seiner Mannschaft: „Wir sind im Flow, jeder glaubt an seine Stärken. Das macht uns derzeit richtig stark. Dass nun jede Mannschaft unsere Serie brechen will, ist doch klar. Das respektieren wir auch, aber Angst macht uns das bestimmt nicht“. Die Gründe für das Lustenauer Selbstvertrauen liegen für den Schweizer auf der Hand, „die Siege tun ihres dazu bei. Dadurch bewahren wir auch mal bei einem Rückstand die Ruhe, weil wir wissen, was in uns steckt. Aber dabei sprechen wir von Selbstvertrauen, nicht von Arroganz,“ so der 27-Jährige.

Austria Lustenau hofft auch heute beim Heimspiel gegen den Kapfenberger SV wieder auf eine tolle Kulisse.<span class="copyright">gep</span><span class="copyright">a</span>
Austria Lustenau hofft auch heute beim Heimspiel gegen den Kapfenberger SV wieder auf eine tolle Kulisse.gepa

Keine Verletzten

Ebenfalls nicht von der Hand zu weisen ist die körperliche Verfassung der Mannschaft. So gut wie keine Verletzten im Team, die zuletzt rekonvaleszenten Kicker wie Daniel Tiefenbach und Dragan Marceta drängen sich in den Trainings schon wieder auf. „Diesen Umstand verdanke ich zum einem unserem Trainer- und Physioteam mit Martin Schneider und Lukas Vidal, das hervorragend arbeitet was die Trainingssteuerung betrifft. Zum anderen der professionellen Einstellung jeden Spielers. Sie leben für den Fußball, haben erkannt, dass der Körper ihr Kapital ist. Die derzeitigen Erfolge geben ihnen ja auch recht“, lobt der Cheftrainer. Tabakovic kann das nur bestätigen: „Seit meiner Ankunft hier letztes Jahr hat sich jeder im Team noch mehr zum Profi entwickelt“. Kein Schaden, wenn man als Mannschaft den nächsten Meilenstein Richtung Aufstieg setzen will.

Fussball, 2. Liga, 11. Spieltag

SC Austria Lustenau – Kapfenberger SV 1919 Freitag

Lustenau, Reichshofstadion, 18.30 Uhr