Sturm fegte durch das Herrenried-Stadion

Sport / 22.09.2021 • 22:35 Uhr
Sturm fegte durch das Herrenried-Stadion
Sturm Graz war dem VfB Hohenems eine Nummer zu groß.gepa

VfB Hohenems unterliegt in zweiter ÖFB-Cuprunde Sturm Graz mit 0:4 (0:1). Steirer nach Spielende wenig professionell.

Hohenems Ein großes Kämpferherz, gepaart mit einigen guten Aktionen in der Offensivabteilung vom VN.at-Eliteligaklub VfB Hohenems waren letztendlich zu wenig. Der fünffache österreichische Pokalsieger Sturm Graz behielt auch knapp ein Jahr nach dem ersten Aufeinandertreffen im ÖFB-Cup erwartungsgemäß auch im Wiedersehen mit 4:0 klar die Oberhand. Dieses Mal war, nicht so wie im Vorjahr, als der VfB es den Grazern bei der knappen 1:2-Heimniederlage enorm schwer machte, für die Grafenstädter einfach nicht viel zu holen. Gleich drei Kopftore von Stürmer Manprit Sarkaria (7.), des aufgerückten Verteidigers Niklas Geyrhofer (58.) und David Affengruber (67.) sowie Einwechselspieler Kelvin Yeboah (91.) sorgten für klare Verhältnisse.

“Das frühe 0:1 kam uns nicht entgegen. Gelingt uns der Ausgleich in der ersten Hälfte, wäre eventuell noch etwas mehr drinnen gewesen“

Goran Milovanovic, Trainer VfB Hohenems

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Spielverlauf gegen Emser

Coach Goran Milovanovic haderte mit dem Spielverlauf und dem frühen Gegentreffer: „Das frühe 0:1 kam uns nicht entgegen. Klar, Sturm Graz war schon sehr stark und effizient. Aber zumindest ein Tor hätte sich meine aufopfernd kämpfende Mannschaft am Ende verdient. Gelingt uns der Ausgleich in der ersten Hälfte, wäre eventuell noch etwas mehr drinnen gewesen“, und sprach damit die Szene an, als Verteidiger Niklas Geyrhofer nach einer Bilgic-Flanke beinahe den Ball ins eigene Tor bugsiert hätte (43.). In Folge war Tormann Jörg Siebenhandl zu verdanken, dass die Null bei dem Favoriten aus Graz Bestand hielt. Scharfe Weitschüsse aus rund 20 Metern von Solospitze Maurice Wunderli machte Siebenhandl spektakulär zunichte (44./45.).

Emser Goalie in Form

Mit zwei weiteren Treffern nach Seitenwechsel jeweils nach Standards innerhalb von neun Minuten erfüllt der Tabellenzweite der Bundesliga seine Pflicht, ließ nichts anbrennen (58./67.). Spätestens nach einer Stunde Spielzeit war das Spiel entschieden. Der Treffer von Yeboah in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz zum 4:0-Endstand (91.) war noch eine Draufgabe. Schlussmann Andre Breitfuß verhinderte mit Glanzparaden eine höhere Niederlage der Grafenstädter. 1300 Zuschauer, darunter mehr als 100 Anhänger aus Graz, gaben dem Verlierer nach Spielschluss noch viel Applaus für die gezeigte Leistung. Jetzt können sich Jogi Klammer und Co. voll auf den Aufstiegskampf in die Regionalliga West konzentrieren.

Wenig professionelles Verhalten der Grazer

Unerfreulich präsentierte sich der Bundesligist nach dem Schlusspfiff. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer hinterließ die Kabinen des Herrenried-Stadions mehr als nur unordentlich. VN-TK

Fussball, ÖFB-Cup, 2. Runde

World-of-Jobs Hohenems – Sturm Graz 0:4 (0:1)

Stadion Herrenried, 1300 Zuschauer, SR Heiss (T)

Torfolge: 8. 0:1 Sarkaria, 58. 0:2 Geyrhofer, 67. 0:3 Affengruber, 90+1 0:4 Yeboah

Gelbe Karten: Ganahl, Wunderli bzw. Jantscher

VfB Hohenems (5-4-1): Breitfuß; Bilgic (55. Pernstich), Wolfgang (67. Vater), Feuerstein, Drobnak, Ganahl; Johannes Klammer, Maximilian Lampert (60. Luka Dursun), Weixlbaumer (60. Herbaly), Demir; Wunderli

Sturm Graz (3-4-3): Siebenhandl; Gazibegovic (65. Jäger), Geyrhofer, Borkovic; Ljubic (59. Kiteishvili), Affengruber, Hierländer, Prass; Sarkaria (76. Lang), Niangbo (59. Yeboah), Jantscher (59. Stankovic)