Dejan Stojanovic über das bittere Los einer “Nummer drei”

Sport / 19.09.2021 • 13:00 Uhr
Dejan Stojanovic über das bittere Los einer "Nummer drei"
Im Dress des FC St. Pauli konnte sich Dejan Stojanovic im Frühjahr 2021 mehrmals auszeichnen. VN

Trotz Vertrag bis 2023 beim englischen Championship-Club Middlesbrough FC will der Torhüter den Verein aus der Stadt im Nordosten Englands so schnell wie möglich verlassen.

Middlesbrough Die aktuelle Zeit im Leben des Fußballers Dejan Stojanovic fühlt sich derzeit nicht gut an. Denn mit der Schließung des Transferfensters in Europa war klar, dass eine erneute Verleihe bzw. ein Verkauf des Torhüters kein Thema mehr ist. Eine bittere Erkenntnis für einen Tormann, der in seinem Klub nur die Nummer drei ist. Eine schwierige Situation also für den 28-Jährigen, dessen Vertrag beim englischen Championship-Club Middlesbrough FC noch bis Juni 2023 läuft, der aber in den Plänen von Cheftrainer Neil Warnock (72) keine Rolle spielt. Dabei hatte der Vorarlberger bei seiner Ausleihe im Frühjahr zum FC St. Pauli seine Fähigkeiten unter Beweis stellen dürfen. In 19 Spielen feierte er mit den Hamburgern zwölf Siege, bei zwei Remis und fünf Niederlagen, spielte fünf Partien zu Null und half somit mit, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern. St. Pauli, so erzählt Stojanovic, sei auch an einer weiteren Ausleihe bzw. Kauf interessiert gewesen, doch die geforderte Ablöse von 1,5 Millionen Euro sei einfach unrealistisch hoch angesetzt worden.

„Ich versuche mehr zu tun als andere, denn es zahlt sich aus, wenn man alles gibt.“

Dejan Stojanovic über seine Motivation

Veränderung

„Es musste sich was ändern“, spricht er offen über die sportlich bedrückende Situation und seinen Anspruch, bewusst im „Hier und Jetzt“ zu leben. So arbeitet er schon länger mit dem Lauteracher Mario Reiser zusammen. Dessen Zugang zum Mindfulness-Training habe ihm sehr geholfen, sich selbst neue Ziele zu stecken. „Ich versuche, äußeren Einflüssen keinen allzu großen Raum zu geben, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich möchte bereit sein, wenn man mich braucht. Deshalb ist das Training ein ganz wichtiger Bestandteil meines Alltags.“ Auch auf Beraterebene hat sich neues ergeben: So kümmert sich nun der Deutsche Jürgen Schwab um die Belange des Torhüters, der zudem in Partnerin Magdalena privat große Unterstützung erfährt.
Was die sportliche Zukunft betrifft, so hofft er nun auf eine Entscheidung im Winter. Und vor allem darauf, dass ihm der Verein bei weiteren Anfragen keine Steine in den Weg legt.