Paralympics-Tagebuch (5) von Thomas Flax: Keinerlei Wehmut zum Abschied

Sport / 31.08.2021 • 22:45 Uhr
Viel Spaß hatten wir beim Besuch im Village Plaza. <span class="copyright">VN</span>
Viel Spaß hatten wir beim Besuch im Village Plaza. VN

Elf Tage Paralympics, drei Matches, der schönste aller Siege und ebenso unzählige wie unvergessliche Eindrücke. Das ist kurz zusammengefasst das, was ich neben den sieben Sporttaschen noch alles aus Tokio mit nach Hause bringen werde. Am letzten Tag verspüre ich keinerlei Wehmut, vielmehr ist es die Müdigkeit nach dem Abfall der Wettkampfspannung und die große Vorfreude auf die Umarmungen mit meiner Familie und der Freundin, aber auch auf das eigene Bett.


Tagsüber besuchte ich mit meinem Doppelpartner Nico, dem Tischtennis-Ass Krisztian Gardos sowie dem Physio- und Trainer-Team den Village Plaza. Dort kommen schlichtweg alle Athleten und Betreuer zusammen, wenn sie etwas erleben wollen. Wir versuchten uns im Origami-Falten, spielten Tischtennis – der eine oder andere holte sich noch einen kostenlosten Haarschnitt – oder ließ sich einen „Platten“ richten. Den Höhepunkt setzten aber wieder einmal die Sportler, allen voran die Handbiker, die gleich drei Medaillen an einem Tag ablieferten und auch Dressurreiter Pepo Puch wurde bei uns im Haus gebührend gefeiert.
Und damit alle was davon hatten, bestellte man mittels Lieferservice das wohl beste Sushi, das ich je serviert bekommen habe. Die 24 Stunden lange Heimreise vom Paralympischen Dorf über den Flughafen Narita mit Direktflug zurück nach Wien und der Autofahrt zurück ins Ländle zum Abschluss werden mir nochmal genug Zeit geben, alles Erlebte zu verinnerlichen und mich daran zu erfreuen. Arigato (Danke) und Sayonara (Tschüss) Japan!