Rankweil ist nicht zu stoppen

Palinic-Elf dreht mit vier Toren in der zweiten Hälfte das Vorderland-Derby. Mit dem 4:2 über Röthis setzt sich RW Rankweil im vorderen Drittel der VN.at-Eliteliga fest.
Röthis Im Vorderlandderby empfing der SC Röfix Röthis den RW Rankweil. Es war ein Spiel mit zwei komplett verschiedenen Hälften. Am Ende waren es die Gäste, die sich über einen 4:2-Auswärtssieg freuen durften.
Und Röthis machte von Beginn an ordentlich Dampf. Nach einer scharfen Flanke von Kilian Schöch klingelte es ein erstes Mal: Marco Wieser nahm die Vorlage dankend an und traf per Kopf zum 1:0 (12.). Vor allem über den umtriebigen und blitzschnellen Renan Peixoto Nepomuceno waren die Gastgeber immer wieder gefährlich. In der 20. Minute wurde der Brasilianer noch rechtzeitig bei einem Konter abgegrätscht, aus 30 Metern nahm er später Maß – RW-Torwart Zwischenbrugger konnte mit einer Glanzparade noch zur Ecke retten (28.). Nachdem Felix Schöch nach einem Eckball knapp verpasste (29.), kam der Röthner Neuzugang aber zum Torerfolg: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte ihm Lukas Wehinger den Ball mustergültig vor, Nepomuceno staubte zum 2:0 ab (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff hätte er vorzeitig sogar noch den Deckel draufmachen können, scheiterte aber am starken Zwischenbrugger. Aber auch die Elf von Stipo Palinic hatte ihre Möglichkeiten: Fabian Koch verpasste etwa eine Flanke von Bechter nur um Haaresbreite (27.), letzterer traf per abgerissener Flanke zudem noch die Latte (27.). „So eine schlechte erste Halbzeit haben wir selten gespielt“, wusste Rankweil-Trainer Stipo Palinic dennoch.
„So eine schlechte erste Halbzeit haben wir selten gespielt. Mit ein paar Korrekturen hat die Mannschaft das in der zweiten Hälfte hervorragend gemacht.“
Stipo Palinic, Trainer RW Rankweil
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Fussball
VN.at-Eliteliga, 8. Spieltag
SC Röfix Röthis – RW Rankweil 2:4 (2:0)
Röthis, Sportplatz an der Ratz, 750 Zuschauer, SR Samuel Sampl (S)
Torfolge: 12. 1:0 Marco Wieser, 32. 2:0 Renan Peixoto Nepomuceno, 51. 2:1 Lukas Wehinger (Eigentor), 61. 2:2 Matthias Flatz (Foulelfmeter), 63. 2:3 Fabian Koch, 90./+3 2:4 Fabian Koch (Foulelfmeter)
Gelbe Karten: 57. Wehinger (Foulspiel), 72. Visintainer (Trainer/alle Röthis/Kritik), 75. Flatz (Rankweil/Foulspiel), Frederik Koch, 90./+2 Erkan (beide Rankweil/beide Unsportlichkeit)
Gelb-Rote Karte: 86. Felix Schöch (Röthis/Unsportlichkeit bzw. Foulspiel)
SC Röfix Röthis (4-4-2 Raute): Böckle; Franz, Wehinger, Felix Schöch, Mair; Sohler, Topalovic (67. Decet), Scheichl, Kilian Schöch (73. Berthold); Wieser, Nepomuceno
RW Rankweil (4-2-3-1): Zwischenbrugger; Pose (90./+4 Simon Domig), Widemschek, Elias Domig, Baldauf; Erkan, Frederik Koch; Bechter (82. Beiter), Wölbitsch (43. Lampert), Flatz (82. Lins); Koch (90./+4 Schmied)

Manuel Pose 
Marco Wieser 
Manuel Pose 
Timo Wölbitsch, David Franz 
Timo Wölbitsch 
Fabio Scheichl, Deniz Erkan 
Julian Mair, Manuel Pose
Rankweiler Comeback-Qualitäten
In der zweite Halbzeit waren die Palinic-Schützlinge am Drücker, Röthis zog sich zurück. Bechter verpasste zwar zunächst am langen Pfosten (47.), ein Eigentor von Wehinger sorgte dann aber für den Anschlusstreffer (51.). Zehn Minuten später zeigte Schiedsrichter Sampl aus Salzburg ein erstes Mal auf den Elferpunkt: Matthias Flatz trat an und verwandelte souverän zum Ausgleich. Rankweil nützte das Momentum, dreht das Spiel: Ein Röthner Katastrophenpass wurde von Flatz abgefangen, Fabian Koch startete in die Tiefe und lupfte noch im Fallen den Ball über Böckle zum 2:3 (63.).
In Minute 71 dann abermals ein Elferpfiff – Felix Schöch konnte seinen Gegenspieler nur mehr mit unfairen Mitteln stoppen. Abermals trat Flatz an, schoss wieder ins rechte untere Eck – und dieses Mal hatte Böckle den Ball. In der Nachspielzeit gab es aber noch Elfmeter Nummer drei, nach einem Konter hatte der Röthner Goalie Manuel Pose die Beine weggezogen. Koch trat an und stellte – erneut rechts unten – den 2:4-Endstand her. „Solche Spiele haben wir oft aus Unerfahrenheit verloren. In letzter Zeit wächst aber was in Rankweil. Jetzt sind die Jungs da“, zeigte sich Palinic zufrieden. Gewundert hat ihn das Comeback ohnehin nicht: „Mit so einer Mannschaft ist das keine Überraschung, wir haben ein echt gutes Klima im Team!“ FB