Die EURO-Reise über Amsterdam nach Bukarest

Vorarlberger Unterstützung im Stadion bei Österreichs erstem EM-Endrundensieg. Die VN trafen zwei Lustenauer und den Edelfan sowie Mitgestalter des Jubiläumsbuches von SW Bregenz.
BUKAREST Im Stadion waren sie klar in der Minderzahl, die erhoffte Anzahl von 2000 Fans wurde nicht erreicht – und dennoch gab es stimmkräftige Unterstützung aus Vorarlberg in der Arena Natională. So ließen es sich die beiden Lustenauer Sascha Riedmann und Patrick Wiedl („Wer weiß, wann die Chance wieder kommt“) nicht nehmen, nach der kurzfristigen Zusage der Karten die Reise nach Bukarest auf sich zu nehmen. Am Spieltag anreisen, die UEFA- und Covid-19-Vorschriften beachten und am nächsten Tag wieder zurück.
„Wir hatten uns vor Corona für viele Spiele registriert, die Zusage gab es erst kurzfristig.“
Sascha Riedmann über die Kurzfristigkeit der Reise
Das war der Plan. So einfach war es dann aber nicht. Weil der Eingangskorridor für das Duo zwischen 16.30 und 17 Uhr lag, musste von der ursprünglichen Vorstellung eines Direktfluges Abstand genommen werden. „Da wären wir erst um 17 Uhr gelandet“, erzählt Sascha Riedmann, Sohn von Austria-Legende Edi Riedmann. Und so wurde der Umweg über Amsterdam genommen. „War eh ganz cool“, lautet die Einschätzung beider, zumal beim gestrigen Heimflug fünf Stunden für einen Stadtrundgang in der holländischen Metropole blieben. Und das Spiel? „Das Ergebnis ist cool, auch dass Alaba endlich in der Abwehr spielte“, analysierte Wiedl, der einst selbst für beide Lustenauer Klubs, Austria und FCL, aktiv spielte.

Allein unterwegs ist hingegen Benjamin Fogarasi, sicherlich der treueste SW-Bregenz-Fan. Auf seiner Reiseroute befand sich am Tag nach dem Spiel noch die Fahrt nach Mogoșoaia, rund 15 km nördlich von Bukarest, wo er sich ein U-17-Spiel anschaute. Mit dem Flugzeug am Dienstag zurück nach Wien, ein Besuch eines FAC-Testspiels, und dann ging es für Fogarasi mit dem Nachtzug weiter nach Amsterdam. Was er an der EM vermisst? „Den Kontakt mit Fans, alles nur noch kommerziell gesteuert. Das ist schade und das vermisse ich.“



