Mein EURO-Tagebuch (3/Teil 2): Wetterkapriolen sorgen für Verschiebung des Abschlusstrainings

Kaum hatte Teamchef Franco Foda seine Pressekonferenz beendet und alle im Ungewisssen gelassen, ob er denn Marko Arnautovic von Beginn an spielen lassen wird, da wurde es im Pressezentrum im Inneren der Arena Națională in Bukarest laut. Überall vibrierten Handys und eine Unwetterwarnung war zu lesen. Wenige Minuten später musste das Abchlusstraining zweimal verschoben werden. Der Starkregen hatte dem Rasen in der Arena so sehr zugesetzt, dass an ein Training vorerst nicht zu denken war. “Ich muss die Entscheidung treffen”, hatte davor Foda über einen möglichen Einsatz von Arnautovic sinniert. Es wird wohl überlegt sein müssen, denn ein fitter Marko Arnautovic ist für das in jüngster Vergangenheit torarme Österreich (über)lebenswichtig.
Für die Entscheidung bleibt noch eine Nacht, doch ansonsten war nach der pünktlichen Ankunft in Bukarest improvisieren angesagt. Grund dafür war das Wetter und der Temperatursturz von gut zehn Grad. Dem Gewitterregen war das Dach der EM-Arena nicht gewachsen. Das Abschlusstraining musste nach zweimaliger Verschiebung verlegt werden, ins gut elf Kilometer entfernte Ghencea-Stadion, der neuen Heimat von CSA Steaua Bukarest. Im Pressezentrum wurde mit etwas Verspätung auch ein Shuttle für Journalisten organisiert. Einziges Manko. Für den Shuttle war nur die Hinfahrt gebucht. Wer immer einsteigen wollte, der musste selbst die Rückfahrt organisieren. Und darauf hatte ich heute “kein Bock” mehr, wenn ich ehrlich bin. Denn schon die Fahrt ins Pressezentrum hatte mich ein Vermögen gekostet. Weil “mein Taxifahrer Mihai” den Samstag mit der Familie verbringen wollte, hatte mir das Hotel ein offizielles Taxi organisiert. Dem Fahrer jedoch war mehr nach einer Stadtrundfahrt zumute, als der direkte Weg ins Stadion. Dementsprechend hoch entpuppte sich dann die Rechnung.