Deshalb will Dornbirn mit Ex-Trainer Mader noch eine Aussprache

Der Wechsel des Trainers vom FC Dornbirn zur Lustenauer Austria hatte vereinsintern für einige Aufregung gesorgt. Die Missverständnisse sollen ausgeräumt werden, wie nun seitens der Messestädter bestätigt wird.
Dornbirn, Lustenau Hinter den beiden heimischen Zweitligaklubs liegen aufregende Tage rund um die Verpflichtung von Markus Mader. Denn der Fußballtrainer, derzeit in Faak am See beim UEFA-Pro-Lizenz-Kurs, hat die sich ihm bietende Chance, bei der Austria ins Profigeschäft einzusteigen, genutzt. Grund für die Emotionen war wohl die Kurzfristigkeit seiner Entscheidung, hatte er doch erst im März seinen Vertrag per Handschlag verlängert. Doch inmitten der Kaderplanung mit dem FC Dornbirn für die Saison 2021/22 erfolgte das konkrete Angebot der Austria. „Als ich am Freitag von Lustenau kontaktiert wurde, habe ich sofort das Gespräch mit Dornbirn gesucht“, erklärt Mader sein rasches Handeln. Das sorgte kurzfristig für Missverständnisse, wie Geschäftsführer Andreas Genser bestätigt. „Nach vier Jahren Zusammenarbeit hätten wir uns eine offenere Kommunikation gewünscht“, sagt der 44-Jährige. Kurzzeitig wurde deshalb sogar in Erwägung gezogen, den Wechsel durch einen Rechtsanwalt prüfen zu lassen. „Alles gut, alles ad acta gelegt. Streiten ist nicht unser Stil“, stellt Genser nunmehr klar. Zumal es seitens des Vereins die verbale Zusage gibt und gab, den Trainer bei einem entsprechenden Angebot aus dem Profibereich ziehen zu lassen und ihm nichts in den Weg zu legen. Dazu steht man seitens der Rothosen, zudem will man in einem Gespräch mit Mader alle Missverständnisse ausräumen.
Ein Trio in der Favoritenrolle
Die Trainersuche in Dornbirn beschränkt sich derzeit auf drei Namen: Neben Eric Orie (53), der die Messestädter bereits einmal betreute, gehören auch Ex-Profi Daniel Sereinig (39), derzeit Coach bei der zweiten Mannschaft des FC Vaduz, und Roman Ellensohn (38) nach seinem Kurzengagement beim Floridsdorfer AC zum engeren Anwärterkreis. Das Trainerprofil der Dornbirner zielt auf einen Coach, der die Liga kennen und zudem in Vorarlberg beheimatet sein sollte.
Auf dem Personalsektor steht inzwischen fest, dass Torjäger Tom Zimmerschied (22) nicht den Weg seines Trainers Richtung Lustenau mitgehen wird. Sein Verbleib beim FCD ist jedoch ungewiss. Dornbirn verlassen wird Lukas Allgäuer (26), Timo Friedrich (23) hingegen hat seinen Vertrag verlängert.

Roman Ellensohn 
Roman Ellensohn 
Daniel Sereinig 
Daniel Sereinig 
Eric Orie 
Eric Orie
Bei Ligarivale Austria Lustenau wartet man auf die Zusagen der Spieler Matthias Maak (29), Tobias Berger (19) und Pius Grabher (27). Dem Trio liegt ein Vertragsangebot vor. Was das Trainerteam betrifft, so wird dieses laut Vorstandssprecher Bernd Bösch (60) in Abstimmung mit Neocoach Mader ausgesucht. Keine Rolle, so heißt es aus Lustenau, spielt diesbezüglich Martin Schneider (51) als möglicher Cotrainer-Kandidat.




