Giro d’Italia 2021 – Mein Tagebuch: Brändle über ein Durchschnittstempo von über 56 km/h

Das erste Wochenende ist in den Beinen, doch der Reihe nach. Der Prolog am Samstag ist für mich definitiv nach Plan verlaufen – nicht nur ergebnistechnisch. Ich habe einen super Tag erwischt, die vielen engen Kurven gut gemeistert und konnte meine Power ziemlich gut auf das Pedal bringen. Am Ende ist es Platz neun geworden, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 56 km/h. Es ist zwar kein Sieg geworden, aber ich freue mich schon auf Mailand. Dann greife ich noch einmal an, ich hoffe da auf den neuen Rahmen bei meiner Zeitfahrmaschine. Dieser soll laut dem britischen Hersteller zwei Sekunden pro Kilometer bringen. Umgerechnet hätte das am Samstag Rang zwei bedeutet . . .
Eine kleine Hiobsbotschaft für unser Team gab es dann leider auf dem Weg zurück zum Hotel. Mein Teamkollege Krists Neilands wollte noch ein wenig ausradeln und ist 200 m vor dem Hotel so blöd gestürzt, dass er sich das Schlüsselbein gebrochen hat.
Entspannter Sonntag
Der Sonntag war dann ziemlich entspannt für alle, zumindest die ersten 150 Kilometer. Das Finale war dann gewohnt hektisch, schnell und es gab jede Menge Körperkontakt. Mehr als Platz neun ist sich für Teamkollege Davide Cimolai im Sprint nicht ausgegangen. Das Positive aber ist: Alle sind sturzfrei durchgekommen.
Es war jedenfalls ein heißes Wochenende, auch vom Wetter her. Deshalb freuen wir uns jetzt alle auf etwas Abkühlung und Regen, bevor dann am Dienstag der erste kleine Showdown der Bergfahrer ansteht.