Das Rauhbein der Liga kommt nach Lustenau

Austria Lustenau trifft auf SKU Amstetten mit Marco Stark.
Lustenau Wenn Austria Lustenau auf den Tabellenneunten der 2. Liga SKU Amstetten trifft, kommt es auch zum Wiedersehen mit Marco Stark. Der Innenverteidiger der Niederösterreicher, geboren in Bludenz, spielte in der Saison 2016/17 für die Grün-Weißen. Nach einem Gastspiel bei den Amateuren von Austria Wien wechselte der 29-Jährige, der die komplette Jugend in der Akademie Vorarlberg durchlief, 2019 nach Amstetten. „Ich hatte bei Austria Wien keine Zukunft mehr und Amstetten hat sich sehr bemüht. Bis heute habe ich den Schritt nicht bereut. Ich fühle mich wohl“, so Stark, der guter Dinge ist, noch eine weitere Saison bei der SKU dranzuhängen. „In unserer Mannschaft spielen Studenten, Profis oder auch Amateure, die einen Beruf nachgehen. Das ist ein guter Mix, man bekommt in viele Facetten der Mitspieler einen guten Einblick, das mag ich“, erklärt Stark.
“Die Tabelle lügt nie. Am Ende steht man als Mannschaft dort, wo man hingehört”.
Marco Stark, Spieler SKU Amstetten
Dass der Inhaber eines MBA-Abschlusses in Sales heute als „Raubein“ der Liga, 13 gelbe Karten kassierte Stark in dieser Saison bereits, in Lustenau aufläuft, passt eigentlich gar nicht in die Vita des Verteidigers. „Normalerweise bin ich nicht für eine raue Gangart bekannt. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass sicher neun von den 13 Karten aus taktischen Gründen passierten. Unter dem Motto: Besser eine gelbe akzeptieren als ein Tor kassieren“. Umso motivierter geht er in die Partie : „Wir haben bislang eine durchwachsene Saison gespielt. Das sagt auch die Tabelle, die bekanntlich nie lügt. Am Ende steht man als Team eben dort, wo man hingehört. Deshalb sind wir heute in Lustenau auf drei Punkte aus, wollen weiter Plätze gut machen“. Die Umstände und die Probleme der Austria kennt er nur zu gut, weist aber darauf hin, „dass angeschlagene Gegner gefährlich sind. Gerade nach einem Trainerwechsel“.
Trainersuche
Michael Kopf als Lizenzhalter und Sportkoordinator Alexander Schneider betreuen die Austria in den letzten vier Runden, die Suche nach einem neuen Trainer hat längt begonnen. Kolportierter Kandidat Helgi Kolvidsson will sich nur auf eine längerfristige Vereinbarung einlassen, auch ein deutscher Trainer aus dem Raum Düsseldorf soll bereits abgesagt haben.
Zeichen beim Kapitän stehen auf Abschied

Zwei Jahre lang hält Christoph Freitag nun schon die Knochen für Austria Lustenau hin, im Sommer läuft sein Vertrag aus. Bislang hat es noch keine Gesprächsaufnahme seitens Klub bezüglich einer Weiterverpflichtung mit dem 31-jährigen Routiniers gegeben. Der Steirer, der bereits seit 2017 seinen Bachelor in Sportmanagement in der Tasche hat und aktuell an seinem Master-Studium in Sportmanagement und Sportrecht in Barcelona dran ist (Scholarship-Programm der FIFPro in Zusammenarbeit mit dem FC Barcelona), blickt sportlich auf keine leichte Zeit bei den Grün-Weißen zurück: „Es waren zwei harte Jahre, wobei mit dem Cupfinale 2020 auch ein Highlight dabei war. Aber es herrschte im Klub oftmals viel Unruhe. Dazu kommt natürlich das bedauerliche Abschneiden in dieser Saison“. Dennoch ist Freitag einem Verbleib in Lustenau nicht abgeneigt. „Meine Familie und ich fühlen uns wohl hier. Daher bin ich defintiv zu Gesprächen bereit“, erklärt Freitag, der im Juni zum zweiten mal Vater wird.
Fussball, 2. Liga
27. Spieltag
Austria Lustenau – SKU Amstetten Samstag
Lustenau, Planet Pure Stadion, 14.30 Uhr