Bittere Heimniederlage für Altach

Zurück zum Start heißt es für den Cashpoint SCR Altach. Mit einer 0:1-Niederlage gegen die Admira verpasste man es, sich vom Tabellenkeller abzusetzen, vielmehr steckt das Team wieder im beinharten Abstiegskampf.
Altach Gleich vier Positionen veränderte Trainer Damir Canadi gegenüber der Ried-Aufstellung und mit Johannes Tartarotti zu seiner ersten Startelf-Premiere als Soldat verhalf. Das letzte Spiel von Beginn an hatte der 21-Jährige am 7. November 2020 gegen die Wiener Austria (0:0) bestritten. Mit Csaba Bukta im rechten Mittelfeld und Damir Karic auf der linken Seite setzte Altachs Cheftrainer auch ganz bewusst auf Schnelligkeit auf den Außenpositionen. Zudem agierte die Mannschaft im 3-5-2-System sehr variabel, wechselte offensiv und defensiv in den Formationen und sorgte so für sehr viel Ordnung. Die Spieler waren sichtlich bemüht, die richtige Balance zu finden. Nur einmal bemühte man in der Startphase ein wenig das Glück, als Karic nach einer Ecke den Ball beim Abwehrversuch mit dem Kopf an den Pfosten setzte (16.). Altach seinerseits hatte zwei gute Momente vor der Pause. Zum einen als Stefan Haudum den Ball für den pfeilschnellen Csaba Bukta in die Gasse spielte und die Hereingabe des Ungarn von Admira-Goalie Andreas Leitner per Fuß abgewehrt wurde (19.). Nach einer halben Stunde sorgte schließlich Manfred Fischer mit einem direkten Freistoß für Gefahr (30.). Dass schließlich noch Admira-Verteidiger Wilhelm Vorsager mit einem missglückten Abwehrversuch seinen Goalie prüfte, passte zur ausgeglichen ersten Halbzeit (40.).
Tipico Bundesliga
26. Spieltag
Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 0:1 (0:0)
Altach, Cashpoint Arena, 100 Zuschauer, SR Andreas Heiß (T)
Tor: 64. 0:1 Breunig
Gelbe Karten: 12. Netzer (Altach). 28. Starkl (Admira), 38. Tartarotti (Altach), 74. Kerschbaum (Admira/alle Foulspiel)
Cashpoint SCR Altach (3-5-2): Kobras; Dabanli, Netzer, Zwischenbrugger; Bukta (76. Stefel), Haudum, Oum Gout (70. Casar), Tartarotti (46. Meilinger), Karic (70. Thurnwald); Daniel Nussbaumer (46. Maderner), Fischer
FC Admira Wacker Mödling (3-4-3): Leitner; Aiwu, Vorsager, Bauer; Maier, Kerschbaum, Auer, Kronberger; Starkl (55. Ostrzolek), Breunig (78. Hoffer), Wooten (88. Gartner)
Zwei Wechsel zur Pause
Zur Pause war dann auch schon Schluss für Tartarotti. Zusammen mit Daniel Nussbaumer blieb er in der Kabine. Marco Meilinger, zusammen mit Daniel Maderner ins Spiel gekommen, kam somit zu seinem 50. Bundesliga-Einsatz für die Rheindörfler. Das hatte auch Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Platz. Altach war nunmehr dominierender und bestimmte das Geschehen. Fischer rückte gleich zweimal ins Blickfeld, als er von Kerschbaum im Strafraum attackiert wurde (49.) und dann mit einem Schuss, den Leitner sicher parierte (52.). Die großen Tormöglichkeiten aber blieben in der ersten Stunde aus – und so war es ein Fehler in der Zuordnung, der den Gästen nach 64 Minuten die 1:0-Führung ermöglichte. Nach einem weiten Pass von Stephan Auer in den Strafraum verlor Samuel Oum Gouet seinen Gegenspieler Maximilian Breunig aus den Augen und der drückte den Ball am Fünfer mit einer Direktabnahme über die Torlinie.
Die Reaktion von der Bank ließ nicht lange auf sich warten. Nach 70 Minuten nahm Canadi erneut einen Doppelwechsel, Casar für Oum Gouet und Thurnwald für Karic, vor. So rückte Bukta auf links und Thurnwald kümmerte sich um die rechte Außenposition. Die Überlegenheit der Hausherren war in der Folge noch deutlicher, allein im Abschluss fehlte die vor dem Spiel von Canadi angesprochene Gier. Wohl auch, weil die gefährlichen Bälle in die Zone fehlten. Am Willen fehlte es den Altachern nicht, allein die Qualität der Angriffsbemühungen ließ zu wünschen übrig. Und so lief die Zeit den Heimischen mehr und mehr davon. Zumal auch Mario Stefel mit seinem Schuss an Leitner scheiterte (86.). An der Niederlage änderte das nichts mehr.




