Goldener Doppelpack und Premierentitel im Eiskanal

Kristian Huber und Magdalena Baur nach ÖM-Titeln für Bob-EM nominiert.
Innsbruck Perfekte Ausbeute für Vorarlbergs Bobsportler bei der österreichischen Meisterschaft auf der Olympiabahn in Innsbruck-Igls. Der Feldkircher Kristian Huber holte sich als Anschieber die nationale Krone im Zweier (mit Lenker Benjamin Maier) und triumphierte zudem im Vierer (mit Maier, Markus Sammer und Sascha Stepan). Bei den Frauen konnte sich die Lauteracherin Magdalena Baur mit Katrin Beierl als Lenkerin erstmals in die nationale Bestenliste eintragen. Da die nationalen Titelkämpfe als Norm für die anstehende Europameisterschaft gewertet wurden, wurden sowohl Huber als auch Baur für die kontinentalen Titelkämpfe, die am 9./10. Jänner in Winterberg über die Bühne gehen, nominiert.
Dritter Meistertitel für Huber
Für den 23-jährigen Huber war es nach dem Titel in der letzten Saison im Vierer der erste goldene Doppelpack. „Nachdem es bislang im Weltcup nicht ganz nach Wunsch geklappt hat, ist es natürlich schon eine richtig coole Sache. Am Sonntag erfolgt bereits die Anreise, und ich werde versuchen, mich in den Trainings zu empfehlen. Fix ist vorerst nur, dass ich bei der EM im Vierer dabei bin. Im Zweier erfolgt die Nominierung vor Ort nach den Trainingsläufen“, erklärt der Doppel-Staatsmeister. Für Huber ist es die zweite EM-Teilnahme, im Vorjahr belegte der Junioren-Vizeweltmeister von 2019 im Vierer den achten Endrang. „Ein Top-10-Platz ist das Minimalziel, wenn es besser wird, bin ich nicht böse.“
Gold im zweiten Wettkampf
Für Quereinsteigerin Baur (26) waren die ÖBSV-Titelkämpfe erst der zweite Wettkampf in ihrer Karriere als Bobsportlerin. Die ehemalige Mittelstreckenläuferin wurde ebenfalls für die EM in Winterberg nominiert. Gleiches gilt für die folgenden Weltcups in St. Moritz-Celerina (11. bis 17. Jänner) und in Berchtesgaden-Königssee (18. bis 24. Jänner). Unmittelbar danach geht in Innsbruck-Igls vom 25. bis 31. Jänner der achte und letzten Bewerb im Weltcup über die Bühne. Saisonhöhepunkt ist die Weltmeisterschaft, die vom 5. bis 14. Februar im deutschen Altenberg geplant ist.

Noch ist allerdings nicht fix, ob die Absolventin der HLW Rankweil, die mit insgesamt 21 Medaillen bei ÖLV-Titelkämpfen, darunter die Vizestaatsmeistertitel 2019 und 2017 über 400-m-Hürden und U-23-Gold in derselben Disziplin bei den Unter-23-Jährigen in den Jahren 2015 und 2016, auf eine stolze Bilanz als Leichtathletin verweisen kann, bei den Weltcups zum Einsatz kommen wird. Die 1,70 Meter große und knapp 70 kg schwere Baur teilt sich in diesem Winter zusammen mit der gebürtigen Niederländerin Jennifer Onasanya und Selina Loibner die Position der Bremserin im Zweier von 2018-Olympiastarterin Katrin Beierl. Bislang war Baur in diesem Weltcupwinter lediglich als Backup von Onasanya im Einsatz.
Fernziel Olympia 2022 in Peking
Sportlicher Traum von Baur, die unmittelbar vor der Staatsmeisterschaft ihre Masterprüfung für Sportwissenschaften an der Uni Innsbruck erfolgreich beendet hat, wäre natürlich eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Dies gilt auch für den 23-jährigen Feldkircher Kristian Huber. Der Absolvent des Sportgymnasiums Dornbirn kommt ebenfalls aus dem Leichtathletiklager, wurde 2019 ÖLV-U-23-Meister im Kugelstoßen und Diskuswurf. Zudem kann er im Bobsport bereits beachtliche Erfolge vorweisen. Der Modellathlet, 1,90 Meter groß und knapp 100 kg schwer, gewann im Februar letzten Jahres Silber im Vierer bei der Junioren-WM in Königssee und verpasste als Vierter bei der Junioren-WM im Februar dieses Jahr in Winterberg um 0,05 Sekunden den Sprung auf das Siegerpodest. Bei der Weltmeisterschaft zwei Wochen darauf in Altenberg gab es für Huber die Ränge zehn (im Vierer) bzw. 18 (im Zweier).