Mit Ach und Krach einen Punkt erkämpft

Alpla HC Hard mit glücklichen 31:31-Remis in Ferlach.
Ferlach Sechs Tage nach der 25:28-Heimniederlage im 96. Ländle-Derby wollte der Alpla HC Hard im Nachtragsspiel beim SC Ferlach in die Erfolgsspur zurückkehren. Doch der unerwartete Aderlass im Revierduell in eigener Halle gegen Bregenz hat Spuren hinterlassen bei den Roten Teufeln vom Bodensee. Nicht nur deshalb, weil Goalie Golub Doknic wegen einer Rückenverletzung passen musste. Nach zuvor fünf Siegen in der Folge konnte auch der Rest der Equipe von Cheftrainer Mario Bjelis wie schon im Derby auch beim Gastspiel in der südlichsten Stadtgemeinde Österreichs nicht wirklich überzeugen und blieb über weite Strecken viel schuldig. “Wir haben heute einen schlechten Handball gespielt, eine über weite Strecken wirkungslose Deckungsleistung an den Tag gelegt und dadurch unserem Torhüter nicht geholfen. Zusätzlich war die Chancenauswertung im Angriff auch alles andere als gut. Mit so einer Leistung können und dürfen wir nicht zufrieden. Mit diesem einen Punkt sind wir vom Spielverlauf definitiv mit einem blauen Auge davongekommen”, erklärte Kapitän Dominik Schmid kritisch nach Spielende.

Die wenig zufriedenstellende Leistung und das Auslassen von zahlreichen Torchancen führte dazu, dass Hard im Verlauf der Partie lediglich drei Mal, zuletzt in der 23. Minute (11:10), in Führung lag. Und dies, obwohl bei den Kärntnern mit Goalgetter Dean Pomorisac (61 Saisontreffer), Spielmacher Matic Kotar und Mladan Jovanovic drei Schlüsselspieler fehlten. „Wir sind nie wirklich ins Spiel gekommen, haben wie schon gegen Bregenz in der Deckung schlecht gespielt, haben keine Aggressivität gezeigt. Wir müssen uns jetzt schnell regenerieren und im Heimspiel gegen Graz am Samstag eine wesentlich konstantere und bessere Leistung abliefern“, betonte Hard-Flügelflitzer Luca Raschle enttäuscht.
Mit Glück am Ende den Kopf aus der Schlinge gezogen
Auffällig in Ferlach die dürftige Abschlussquote der Roten Teufel: Im Angriff gab es bei 48 Wurfversuchen lediglich 31 Tore. Besonders von den Flügelpositionen wurde zahlreiche gute Möglichkeiten vergeben. Dazu wurden drei der insgesamt sieben Siebenmeter verworfen. Dazu kamen zahlreiche vermeidbare technische Fehler.
Positiv zu erwähnen sind aufseiten der Harder neben dem in Summe versöhnlichen Punktgewinn und dem Vorrücken auf Rang zwei in der Tabelle die Moral und die kämpferische Leistung in Ferlach. 150 Sekunden vor dem Ende lag man mit 28:31 zurück, ehe Nejc Zmavc vom Kreis, Ivan Horvat nach einem Abpraller und 17 Sekunden vor dem Ende Marko Krsmancic nach einer Einzelleistung mit ihren Toren das schmeichelhafte Remis retteten.