Erfolgsmeldungen machen Lust auf mehr

Sport / 22.11.2020 • 21:40 Uhr
Erfolgsmeldungen machen Lust auf mehr
Wenige Tage vor Beginn der Weltcupsaison durfte sich Kunstbahnrodel-Ass Jonas Müller über seinen ersten Staatsmeistertitel im Einsitzer freuen. AP

Jonas Müller und Thomas Steu/Lorenz Koller mit Triumphen bei Staatsmeisterschaft.

Innsbruck Saisonstart nach Wunsch für die Bludenzer Rodel-Asse. Bei der Generalprobe für die am 27. November in Innsbruck-Igls beginnende Weltcupsaison holte sich der der 23-jährige Bludenzer Jonas Müller mit Bestzeiten in beiden Läufen den Staatsmeistertitel im Einsitzer. „Die Bahnverhältnisse waren ideal und die äußeren Bedingungen haben perfekt gepasst, und das Endresultat kann sich sehen lassen. Ich bin mit zwei richtig guten Läufen zum ersten Mal Staatsmeister geworden und natürlich absolut zufrieden“, frohlockte der amtierende U-23-Weltmeister und Vizeweltmeister wenige Tage vor Weltcupbeginn. Mit 0,142 Sekunden Vorsprung verwies der ältere der beiden Müller-Brüder den 2018-Olympiasieger David Gleirscher auf den ersten Ehrenplatz. Dahinter folgten Nico Gleirscher (+0,411), Reinhard Egger (+0,593) und Wolfgang Kindl (+0,703).

Titel-Hattrick für Steu im Doppelsitzer

Während es für Jonas Müller die Premiere am obersten Podest bei nationalen Titelkämpfen war, durfte sich Thomas Steu bereits über die dritte ÖM-Goldene in Serie im Doppelsitzer freuen. Der 26-jährige Bludenzer und sein gleichalteriger Tiroler Teamkollege Lorenz Koller erzielten ebenfalls in beiden Wertungsläufen die Tagesbestzeit und hatten mit 1:20,010 Minuten exakt 0,166 Sekunden Vorsprung auf den erste Verfolger. „Es ist natürlich sehr positiv, wenn man sich nach einer Verletzung gleich mit einem Sieg wieder ins Rodelgeschäft zurückmelden kann“, betont Steu.

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Thomas Steu (vorne) und Partner Lorenz Koller holten sich in Innsbruck-Igls ihren dritten Staatsmeistertitel in Folge. ÖRV

Anfang Jänner hatte sich Steu bei einem Sturz im Training auf der Bahn in Sigulda einen Schien- und Wadenbeinbruch im linken Fuß zugezogen und musste die Saison vorzeitig beenden. „Wenn wir beim Weltcup ganz vorne mitfahren wollen, müssen wir am Start noch etwas draufpacken. Trotzdem freue ich mich auf den Weltcupauftakt nächste Woche.“ Silber ging wie schon bei der letzten Auflage an den Bludenzer Yannick Müller (21) und Armin Frauscher (Tirol).

Junioren-WM 2023 in Bludenz-Hinterplärsch

Abseits des Eiskanals zudem eine Erfolgsmeldung. Beim erstmals in einer Videokonferenz im ÖRV-Büro in Innsbruck abgehaltenen Kongress der 52 Mitgliedsländer des Internationaler Rennrodelverbands (FIL) wurde ein Rennen im Junioren-Weltcup in diesem Winter und die Junioren-Weltmeisterschaft 2023 an Bludenz vergeben. Die 700 Meter lange und sechs Kurven aufweisenden Bahn in Hinterplärsch, ausschließlich für Nachwuchsrennen und zu Trainingszwecken konzipiert, soll Ende des Jahres ihrer Bestimmung übergeben werden. Manfred Heinzelmaier, seit 25 Jahren Vertreter von Belgien in der FIL, und ÖRV-Präsident Markus Prock, sprachen „von einem Meilenstein für den Rodelsport in Westösterreich“ und werden alles daransetzen, dass Bludenz ein perfekten Gastgeber ist.