Deshalb beschäftigt sich der VFV-Strafausschuss mit Covid-19

Sport / 27.10.2020 • 22:15 Uhr
Am grünen Tisch könnten am Mittwoch gleich zwei Fußballspiele entschieden werden. <span class="copyright">Knobel</span>
Am grünen Tisch könnten am Mittwoch gleich zwei Fußballspiele entschieden werden. Knobel

Zwei Spielverschiebungen vom Wochenende werden am Mittwoch vor dem STRUMA behandelt.

Hohenems Spielverschiebungen aufgrund von positiven Covid-19-Tests im Vorarlberger Amateurfußball gehören seit geraumer Zeit zum Alltag. Nun aber muss sich am Mittwoch der Straf- und Meldeausschuss des Vorarlberger Fußballverbandes mit zwei Partien auseinandersetzen, die am Wochenende nicht zur Austragung gelangten. Darin verwickelt sind zwei Vereine aus dem Walgau.
Zum einen handelt es sich um ein Spiel in der 1. Landesklasse zwischen dem FC Fliesen Jams Riefensberg und BayWaLamag FC Thüringen. Dabei kam es zu einer kuriosen Situation, denn Schiedsrichter Jakob Rigger und auch das Heimteam waren zum Einlaufen bereit, doch die Gästemannschaft fehlte. Aaron Witwer, Kapitän beim FC Thüringen klärt auf: „Ein Spieler von uns ist im Vorfeld positiv getestet worden.“ Angeblich gab es nach einem Antigentest beim Hausarzt einen positiven Bescheid, woraufhin auch ein PCR-Test gemacht wurde. Auf dieses Ergebnis hatte der Spieler allerdings bis Sonntagabend warten müssen. Das Spiel war jedoch für Sonntagmorgen angesetzt – und seitens des Verbandes trotz Ansuchen aus Thüringen nicht abgesagt worden. „Wir wollten kein Risiko eingehen und sind deshalb nicht nach Riefensberg gefahren“, sagt Witwer und erklärt, dass seitens des Klubs vorerst das Training eingestellt wurde. Denn der Bescheid am Sonntagabend war ebenfalls positiv.
Zudem sollen inzwischen weitere Personen aus dem Umfeld der Mannschaft infiziert sein. Der STRUMA hat nun zu entscheiden, wie man das Nichtantreten von Thüringen werten soll.
Auch in der 2. Landesklasse hat sich der SV Satteins entschieden, aufgrund einer zu geringen Spieleranzahl, nicht zum Spiel beim Tabellenzweiten FC Raiffeisen Au anzureisen. Als Grund dafür wurde ebenfalls Covid-19 angegeben. Deshalb habe man klubintern entscheiden, als Vorsichtsmaßnahme nicht anzutreten. Aus Klubkreisen war zu vernehmen, dass nur noch sieben Spieler für die Partie in Au zu Verfügung gestanden wären. Auch Trainer Stefan Bernhard hätte gefehlt, hatte er doch vor einer Woche wegen Beleidigung des Schiedsrichters im Spiel gegen FC Lustenau 1b eine unbedingte Spielsperre für drei Partien ausgefasst – sowohl als Spieler als auch als Trainer.

Trainerwechsel in Brederis

Beim Tabellenschlusslicht in der Landesliga, Metzler Werkzeuge SK Brederis, ist es zu einem Trainerwechsel gekommen. Schon am Wochenende hatte der Sportliche Leiter Peter Marte Coach Adrian Welte auf der Bank abgelöst. Marte ist der Vater von Raul Peter Marte (18), einem jungen Talent im Kader von SC Austria Lustenau. VN-tk