Altach beendet Corona-Jahr mit knappem Minus

Vorarlbergs Fußball-Bundesligist schließt erstmals nach vielen Jahren ein Geschäftsjahr mit einem Negativsaldo ab. Knapp über 131.000 Euro betrug das Minus, vor allem bedingt durch die Einnahmenverluste im Ticketing und Gastronomiebetrieb.
Altach “Niemand konnte damit rechnen, dass unser Kerngeschäft von einem Tag auf den anderen fast vollständig wegbricht.” Die Aussage von Geschäftsführer Christoph Längle steht stellvertretend für ein schwieriges Jahr beim Cashpoint SCR Altach. Und so haben es die Klubverantwortlichen sehr geschätzt, dass Sponsoren, Partner, Zuschauer, aber auch Mitarbeiter, Trainer, Spieler und Funktionäre dem Verein während des Ausbruchs der Corona-Pandemie stets zur Seite gestanden sind. Jeder im Bereich seiner Möglichkeiten. Letztendlich aber war es den Rheindörflern damit möglich, das finanzielle Minus in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019/20 einigermaßen in Grenzen zu halten. 131.200,38 Euro fehlen in der Klubkasse, nach Abzug der Steuern. Der Jahresumsatz von 7.383.974,49 Euro war nur gering kleiner – ein Minus von 12.000 Euro – als im Vorjahr. Das Eigenkapital des Bundesligaklubs verringerte sich durch den Fehlbetrag auf 1.669.317,74 Euro.
Optimismus trotz finanzieller Einbußen
Präsident Peter Pfanner betonte, dass das Geschäftsjahr aufgrund der Pandemie unter anderen Gesichtspunkten zu sehen ist. Zumal in der laufenden Saison bereits neue Sponsorenverträge in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags abgeschlossen werden konnten. So gesehen wird in Altach die derzeitige Saison auch als Chance angesehen. Dabei steht man gerade im Hinblick auf die Zuschauer vor der bislang größten Herausforderung. Angesichts der bevorstehenden verschärften Maßnahmen im Kampf gegen Corona, mit den weiter geringen Zuschauerzahlen (500) bei Heimspielen sowie des Verbots von Getränken und Speisen, wird bereits nach Lösungen gesucht. Die Rückerstattung der Ticketgelder ist dabei ein großes Thema. Ein zweites Mal, so heißt es vereinsintern, werde man die im Frühjahr gezeigte große Solidarität der Fans nicht strapazieren können. “Die Zeiten”, so Pfanner, “bleiben herausfordernd. Trotzdem blicken wir optimistisch in die Zukunft und sind voller Motivation, den Verein auch in dieser schwierigen Zeit weiterzuentwickeln.”
Ehrungen
Gleich ein Trio wurde vom Präsidium anlässlich der Generalversammlung für außerordentliche Verdienste als Funktionäre mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet. Franz Stiegler, Helmut Thaler und auch Gerhard Spiegel freuten sich ob der Anerkennung für ihr Wirken im und rund um den Verein. Werner Metzler und Heiko Katzian freuten sich über die Vereinsnadel in Gold, für Roman Köck und Helmut Schönfelder gab es die silberne Auszeichnung.