Warum Bulldogs nicht spielen durften

Positive Covidtests statt Dornbirn-Match gegen VSV.
Dornbirn Bevor die Reise für Villach zum Match nach Dornbirn am Sonntag losging, war sie auch schon wieder zu Ende. Das gesamte Adler-Team absolvierte vor der Abfahrt einen Coronaschnelltest, und das Ergebnis fiel gleich bei mehreren Spielern positiv aus. Das geplante Duell gegen die Bulldogs wurde abgesagt, da sich auch bei den Gastgebern zwei Covid-Verdachtsfälle vom Freitag bestätigten. Zehn Tage dauert laut DEC-Manager Alexander Kutzer die Quarantäne für positiv getestete Akteure. Für die Messestädter ist es damit die zweite coronabedingte Spielabsage innerhalb von acht Tagen. Auch die angesetzte Partie vom 3. Oktober gegen Bratislava braucht bekanntermaßen einen neuen Austragungstermin. Kurz nach der Spielabsage zwischen Dornbirn und Villach wurde am Sonntag auch das Auswärtsmatch von Bratislava in Graz gecancelt. Neben den vier genannten Mannschaften sowie Bozen und Fehervar waren damit bereits mehr als die Hälfte aller Liga-Teams in den ersten Spielwochen vom Virus betroffen.
Beck mit Talentprobe

Doppelt bitter war die Absage für den 18-jährigen Felix Beck. „Ich wollte mich nochmals beweisen“, erklärte der Rankweiler. Bereits am Freitag hütete der Bregenzerwald-Goalie für den DEC das Gehäuse. Erst einige Stunden vor dem Spiel erfuhr er von dem Ausfall der beiden Bulldogs-Stammkeeper Oskar Östlund und Thomas Höneckl. Wenig später stand er dann gegen die Wiener auf dem Eis. „Ich war schon etwas nervös, doch das hat sich rasch gelegt.“ Es war jedoch nicht seine Premiere in der höchsten Spielklasse. In der Saison 2018/19 ersetzte er im letzten Spiel gegen Innsbruck im Mitteldrittel für wenige Sekunden Rasmus Rinne.
„In der höchsten Liga geht einfach alles um eine Stufe schneller. Die Schüsse, die Spielzüge, da bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen und Nachdenken.“
Felix Beck, Torhüter DEC
Talentprobe trotz Niederlage
Sein erstes 60-minütiges Ligaspiel startete alles andere als nach Wunsch. Bereits nach wenigen Augenblicken musste Beck gegen die Caps hinter sich greifen. „Glücklicherweise konnte ich mich danach steigern.“ Die Dornbirner Zukunftshoffnung lieferte trotz der 0:4-Niederlage eine beachtliche Talentprobe ab. „In der höchsten Liga geht einfach alles um eine Stufe schneller. Die Schüsse, die Spielzüge, da bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen und Nachdenken.“ Beck, der am Samstag auch für den Wald ein Drittel lang auf dem Eis stand, spekuliert mit einem weiteren Ice-Hockey-League-Einsatz. „Wir werden sehen, was die Woche bringt, ich bin bereit.“ ABR