Mountainbiker Daniel Geismayr geht neue Wege

Sport / 19.10.2020 • 23:30 Uhr
Mountainbiker Daniel Geismayr geht neue Wege
Nach zehn Saisonen verlässt der Dornbirner Daniel Geismayr das Team Centurion Vaude. Wohin die Reise geht, will der ÖRV-Vizemeister nach dem WM-Start verlautbaren. PRIVAT

31-jähriger Dornbirner will nach seinem WM-Einsatz neuen Arbeitgeber verlautbaren.

Dornbirn Bei den letzten drei ÖRV-Championaten hatte jeweils der Dornbirner Daniel Geismayr (Centurion Vaude/RV Dornbirn) die Nase vorne und verwies Alban Lakata auf den ersten Ehrenplatz hinter dem Sieger. Am Wochenende konnte sich der 41-jährige Osttiroler bei dem um zehn Jahre jüngeren Vorarlberger revanchieren und sicherte sich die höchste Auszeichnung bei der Mountainbike-Staatsmeisterschaft auf der Marathondistanz, die im Rahmen der Salzkammergut-Trophy in der Region Bad Goisern (OÖ) ausgetragen wurde. Auf der 65 km langen und 2200 Höhenmeter aufweisenden selektiven Strecke lieferten sich die beiden Routiniers vom Start an ein packendes Rad-an-Rad-Duell. Nach 2:16:58 Stunden Fahrzeit verwies Lakata, seines Zeichens dreifacher Weltmeister (2010, 2015 und 2017) sowie WM-Zweiter 2009 und 2016, Serientitelträger Geismayr um 39 Sekunden auf den zweiten Platz, 1:19 Minuten dahinter folgte der Tiroler Daniel Federspiel. Für den 33-Jährigen, beim Team Vorarlberg Santic unter Vertrag, war es nach Gold in der Elimination und Silber im Straßenrennen die dritte ÖM-Medaille 2020. „Natürlich hätte ich gerne eine weitere Saison das Staatsmeistertrikot getragen. Doch Alban hatte auf den letzten Kilometern die frischeren Beine als ich und konnte den entscheidenden Vorsprung herausholen“, erklärte Vizemeister Geismayr.

Nach Saison fix weg von Centurion Vaude

Für Vorarlbergs Parade-Mountainbiker waren die urspünglich Ende Mai in Kirchzell geplanten nationalen Titelkämpfe zugleich die Generalprobe vor dem Saisonhöhepunkt. Das UCI-Championat auf der Marathondistanz kommenden Sonntag in der türkischen Provinz Sakarya, rund 100 Kilometer östlich von Istanbul, ist für Geismayr zugleich die Chance, sich für die kommende Saison zu empfehlen. Nach zehn Saisonen wird Geismayr das südlich von Ravensburg in Meckenbeuren beheimatete Team verlassen. „Ich befinde mich in der finalen Phase der Verhandlungen. Da aber noch nichts unterschrieben ist, kann ich mich dahingehend auch nicht äußern“, erklärt Geismayr.

In den kommenden Tagen will sich der Dornbirner aber voll und ganz auf seinen Start bei der Weltmeisterschaft konzentrieren. Nach Bronze 2017 und der Silbernen 2018 hat der 31-Jährige eine weitere Medaille im Visier. „Doch die Konkurrenz ist hochkarätig und es wird eine Topleistung notwendig sein, um zum dritten Mal in meiner Karriere auf dem Siegerpodest zu stehen.“

Neuer Lizenzgeber entscheidet

Von der Wahl des neuen Lizenzgebers hängt auch ab, ob Geismayr so wie in den letzten drei Saisonen parallel zu seinen Mountainbike-Aktivitäten im Straßenrennsport für das Team Vorarlberg Santic in die Pedale treten wird. „Persönlich würde ich gerne weiter zweigleisig unterwegs sein. Die Entscheidung darüber fällt, wenn mit dem neuen Team alles fixiert ist. Ohne dessen Zustimmung ist es nicht zuletzt aufgrund von Sponsorenverträgen aber nicht möglich, in beiden Sparten eine Lizenz zu lösen. Bevor die letzten Details besprochen werden, will ich mich aber noch bei der Marathon-WM von meiner besten Seiten präsentieren.“