Doppelschlag, sieben Tore und Einzug ins Cup-Achtelfinale

Innert zwei Minuten stellte der Cashpoint SCR Altach im Zweitrunden-Cupspiel gegen Seekirchen noch vor der Pause die Weichen zum Sieg. Dank des 7:0-Sieges steht der Bundesligist als einziges Team aus Vorarlberg nunmehr im Achtelfinale des Uniqa ÖFB Cups.
Altach Die Altacher griffen auch in Abwesenheit ihres Trainers Alex Pastoor auf das im Test gegen Wacker praktizierte variable System mit drei Innenverteidigern im Offensivverhalten und einer Fünferkette in der Defensive. Über die Sicherheit Selbstvertrauen gewinnen und am Ende aufsteigen – so die Devise beim Cashpoint SCRA. Seekirchen dagegen setzte auf frischen Angriffsfußball, musste dann aber bald erkennen, dass die von Martin Bernhard gecoachten Ländle-Elf die bessere Taktik gewählt hatten. Vor allem bei schnellen Gegenstößen zeigten sich die Gäste in der Abwehr anfällig. Selbst der frühe Ausfall von Kapitän Berkay Dabanli (15.) brachte Altach nicht aus der Spur. Jan Zwichenbrugger rückte ins Abwehrzentrum und streifte sich die Kapitänsbinde über.
Fussball
Uniqa ÖFB Cup, 2. Runde
Cashpoint SCR Altach – SV Seekirchen 7:0 (3:0)
Cashpoint Arena, 350 Zuschauer, SR Andreas Heiß (T)
Torfolge: 21. 1:0 Fischer, 23. 2:0 Maderner, 36. 3:0 Fischer, 70. 4:0 Obasi, 82. 5:0 Casar, 85. 6:0 Casar, 89. 7:0 Obasi
Gelbe Karten: 30. Gössinger, 34. Wechselberger (beide Seekirchen/jeweils Foulspiel)
Cashpoint SCR Altach (3-5-2): Casali; Anderson, Dabanli (15. Bumberger), Zwischenbrugger, Karic (80. Edokpolor); Tartarotti (66. Stefel), Oum Gouet, Fischer (80. Casar); Daniel Nussbaumer (66. Obasi), Maderner
SV Seekirchen (4-3-3): Tezzele; Biribauer, Wechselberger, Eliasch (86. Mannie), Noggler; Volkert (67. Fuchsberger), Wassung, Büchele; Reiter (79. Probst), Vorderegger (79. Koeltringer), Grössinger (46. Aigner)
Die ersten Chancen stellten sich zudem früh ein. Schon beim ersten, von Manuel Thurnwald getretenen, Eckball krachte die Direktabnahme von Daniel Maderner an die Torumrandung (13.), dann vergab Johannes Tartarotti gleich zweimal knapp außerhalb des Fünfmeterraums (19.). Zwei Minuten später war es schließlich soweit: Nach Ballgewinn ging es schnell, mit Daniel Nussbaumer, der auf Maderner spielte und dessen Hereingabe Manfred Fischer nur noch über die Linie drücken musste (21.). Knapp 100 Sekunden später der Doppelschlag, mit Maderner als Torschützen (23.). Die Vorlage kam von Emir Karic, der von Fischer ideal bedient wurde. Letzterer sorgte dann noch vor der Pause für die endgültige Enscheidung, als er eine Auflage von Nussbaumer aus gut 18 Metern mit Rechts in ds Kreuzeck zirkelte (36.).
Weiter tonangebend
Die klare Führung brachte zusätzlich Sicherheit ins Spiel der Altacher, die ihren Marschplan auch nach der Pause konsequent verfolgten. Und dabei die Gäste durchaus ein wenig spielen ließen. Doch effizienter und geradliniger agierten die Rheindörfler. Nur der Versuch, den Ball genau ins Eck zu zirkeln, sowie die Querlatte verhinderten weitere Tore. Erst war es Fischer, der ganz knapp verzog (53.), dann scheiterte erneut Maderner nach einem Konter über Samuel Oum Gouet und Tartarotti an der Torumrandung (58.). Auch in weiterer Folge übten sich die klar überlegenen Altacher im Vergeben von Torchancen. Gleich zweimal scheiterte Daniel Nussbaumer, erst allein vor Torhüter Nico Tezzele (64.), dann verzog er knapp (66.). In dieser Tonart ging es weiter, Angriff um Angriff rollte Richtung Seekirchner Tor. Schließlich war es der eingewechselte Chinedu Ogbuke Obasi, der mit einem überlegten Schuss ins rechte Eck für das 4:0 sorgte (70.). Den Endstand fixierte schließlich Aljaz Casar, der nur Sekunden nach seiner Einwechslung erst das 5:0 (82.) erzielte und wenig später auf 6:0 (85.) stellte. Es sollte nicht der Endstand sein, denn diesen fixierte Obasi in der 89. Minute. Am Ende war es hochverdienter Sieg, auch in dieser Höhe. Denn Altach sorgte mit seiner Spielart dafür, dass Seekirchen nie aufkommen konnte.

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