SCR Altach muss weiter auf ersten Sieg warten

Sport / 26.09.2020 • 20:00 Uhr
Zlatko Dedic war von der Altacher Abwehr nicht zu bändigen udn erzielte beide Tore für die WSG Tirol.<span class="copyright">gep</span><span class="copyright">a</span>
Zlatko Dedic war von der Altacher Abwehr nicht zu bändigen udn erzielte beide Tore für die WSG Tirol.gepa

Gegen die WSG Tirol verliert das Team von Alex Pastoor mit 0:2.

Altach Vor dem zweiten Saison-Heimspiel zeigte sich Altach-Trainer Alex Pastoor siegessicher: „Wir wissen, wie Tirol spielt und haben uns gut auf die Partie vorbereitet. Wenn wir unseren Plan umsetzen, können wir gewinnen“, sagte er noch am Freitag. Etwas mehr als 24 Stunden später schien sich dieses Vorhaben in Luft aufgelöst zu haben. Zwar konnten die Altacher vor allem in Halbzeit eins mit einigen aussichtsreichen Offensivaktionen aufwarten – den 2:0-Auswärtssieg erkämpfte sich aber die WSG Tirol. Damit halten die Altacher nach drei Spielen weiter bei nur einem Punkt.

Frühes Gegentor als Weckruf

Bereits im zweiten Torversuch des Abends klingelte es zum ersten Mal, eben auf Seite der Heimischen. Nachdem sich Tirols Zlatko Dedic zunächst noch dem Torhüter der Rheindörfer, Tino Casali, geschlagen geben musste (4.), war er es auch, der die Gäste nur zwei Minuten später zum Jubeln brachte: Eine schöne Kombination mit nur drei Pässen aus der gegnerischen Hälfte ließ Kelvin Yeboah an den Ball kommen, der die Gunst der Stunde nutzen und eben zu Dedic abgeben konnte. Dieser lieferte sich ein Laufduell mit Anderson Dos Santos Gomes hinein in den Strafraum, der Altacher Innenverteidiger war zu langsam, wonach es für den ehemaligen Wacker Innsbruck-Kicker ein Leichtes war, zum 0:1 einzuschieben. Dieses Duo Dedic/Yeboah sollte sich im Laufe des Abends immer wieder als torgefährlich herausstellen.

“Ohne Spielfreude und ohne Energie waren wir auf dem Platz, das hat nicht wie eine Einheit ausgeschaut. Das hat mir gar nicht gefallen. Ich denke, dass es gegen einen Gegner, der so kompakt spielt, nicht einfach ist. Da geht es um zwei, drei Momente, die wir zwar geschafft haben, aber Riesenchancen hatten wir keine.

Alex Patoor, Trainer SCR Altach

Dennoch kamen danach zunächst die Altacher zum Zug – erst durch das frühe Gegentor schien die Heimmannschaft so richtig geweckt worden zu sein, was sich zumindest in den Möglichkeiten nach Vorne wiederspiegelte. Zunächst verpasste Anderson nach schönem Zuspiel von rechts in die Strafraum den Ball (8.), dann köpfte Johannes Tartarotti nach einer Thurnwald-Flanke nur knapp am Kasten vorbei (12.), bevor Daniel Nussbaumer eine gute Möglichkeit ungut verwertete und einen aussichtsreichen Ball links am Tor vorbeisetzte (15.). Eine zweite Chance konnte Nussbaumer eine Viertelstunde später verbuchen, jedoch wurde der Schuss nach einem schönen Zuspiel von Samuel Oum Gouet von der Mittellinie durch Tirol-Torwart Ferdinand Oswald geklärt (32.). Am Halbzeitstand von 0:1 konnte dann auch ein aussichtsreicher Tirol-Freistoß nichts mehr ändern.

Ansehnliche zweite Halbzeit

Beide Mannschaften zeigten sich in der zweiten Halbzeit spielfreudiger – scheinbar in der Hoffnung, noch alles aus der Partie rausholen zu können. Es ging Hin und Her, jeweils auch mit mehr oder weniger aussichtsreichen Tormöglichkeiten. Beispielhaft hierfür: Gleich die ersten fünf Minuten in Hälfte zwei. Zunächst konnte Tirols Nikolai Baden-Frederiksen ein Celic-Zuspiel nicht verwerten (47.), dann scheiterte Altachs Obasi am Torabschluss (48.), bevor Dedic nach Pass Yeboah nur knapp von Anderson aufgehalten werden konnte (49.).

“Das war großteils so, wie ich mir das vorgestellt hab. Heute wars ein stabiler Gesamtauftritt meines Teams über 60-65 Minuten”.

Thomas Silberberger, Trainer WSG Tirol

Aber obwohl Chinedu Obasi später noch einmal einen Ball nur knapp über das Kreuzeck setzen sollte – Manfred Fischer spielte ihm im exakt richtigen Moment zu – waren es in der 64. Minute abermals die Gäste, die einnetzen konnten. Wieder war es Zlatko Dedic, wieder war das Zuspiel von Kelvin Yeboah gekommen. Ersterer stand frei im Strafraum, wurde vor allem von Altachs Abwehrreihe mit Philipp Netzer und Berkay Dabanli zunächst übersehen und dann nicht mehr kontrolliert und konnte locker zum 0:2 einschieben.

Davon erholten sich die Altacher kaum noch, gegen eine kompakt stehende Tiroler Abwehr war es für die Pastoor-Elf ein schweres Unterfangen, überhaupt noch in den gegnerischen Strafraum vorzudringen – zu langsam ging alles auf Seite der Heimmannschaft vonstatten. Am 0:2-Endstand konnte dann auch Philipp Netzer nichts mehr ändern, der einen Kopfball nach einem Freistoß nur knapp am Tor vorbeisetzte (83.). Somit war klar: Die Pastoor-Elf muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten.

Fussball, Tipico Bundesliga

3. Spieltag

Cashpoint SCR Altach ­– WSG Swarovski Tirol 0:2 (0:1)

Altach, Cashpoint-Arena, 498 Zuschauer, SR Muckenhammer

Torfolge: 6. 0:1 Dedic, 64. Dedic

SCR Altach (4-2-3-1): Casali; Thurnwald (60. Schmiedl), Anderson, Dabanli, Karic; Zwischenbrugger (60. Netzer), Oum Gouet; Obasi, Tartarotti (73. Wiss), Fischer (84. Maderner); Daniel Nussbaumer

WSG Tirol (4-3-3): Oswald; Fabian Koch (85. Pranter), Behounek, David Gugganig, Schnegg; Rogelj (77. Rieder), Petsos (85. Hager), Celic; Yeboah (66. Anselm), Dedic, Baden-Frederiksen (66. Smith)