Offensivmaschine des Dornbirner SV rollt wieder

Sport / 23.09.2020 • 17:00 Uhr
Offensivmaschine des Dornbirner SV rollt wieder
Julian Erhart, Julian Schelling und Andreas Röser waren von Rankweil nicht zu bremsen. LERCH

Der Dornbirner SV schickt im VN.at-Livespiel RW Rankweil mit 6:2 nach Hause.

Haselstauden . Lange zum Zuschauen gezwungen, meldete sich der Dornbirner SV in der VN.at-Eliteliga nach der Zwangspause eindrucksvoll zurück. Und obwohl der Sieg am Ende mit 6:2 doch recht deutlich ausfiel, so klar war es auf dem Feld lange nicht. „Beide Mannschaften haben teils mit offenem Visier gespielt“, bilanzierte etwa Trainer Roman Ellensohn.

Das Spiel zum Nachschauen

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Spektakel vor der Pause

Denn obwohl Dornbirns Jonas Gamper bereits in der 3. Spielminute den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten knallte, waren es vor allem dir Rankler, die dem Spiel in den Anfangsminuten ihren Stempel aufdrückten, die DSV-Abwehr mit Pässen in die Schnittstellen immer wieder vor Probleme stellten. Einziges Manko: Die Chancenverwertung. Denn zunächst zögert Koch zu lange (6.), in der Folge schießen erst Wölbitsch und dann Flatz zu zentral auf Torwart Fend (17.). Das längst überfällige 0:1 erzielt Sturmspitze Koch in Minute 20, er bleibt im Eins-gegen-Eins cool und schiebt den Ball in die Maschen. Es sollte der Auftakt eines wahren Torreigens sein. Dornbirn kam besser ins Spiel, und über die Außen immer wieder zu gefährlichen Aktionen. In der 25. Spielminute zeigte schließlich Julian Erhart seine Klasse, lässt den Gegenspieler aussteigen, trifft überlegen zum Ausgleich. Nur fünf Minuten später gehen die Haselstauder in Führung, Röser enteilt der gegnerischen Defensive und bringt sein Team in Front. Doch die Rot-Weißen glichen aus – wenn auch mit einer ordentlichen Portion Glück. Denn Flügelspieler Bechter setzte zur Flanke an, diese reißt ab – und landet zum Erstaunen aller im Tor (35.). Mit einem Unentschieden in die Pause? Nicht mit den Gastgebern. Flanke in den Strafraum, der Ball wird verlängert, landet bei Röser – der macht das 3:2 (40.).

„Wir wussten, dass es schwer wird. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie so cool geblieben sind.“

Roman Ellensohn, Trainer HELLA Donrbirner SV

Dornbirner SV eiskalt

Und auch nach der Pause war es der DSV, der das Visier besser eingestellt hatte. Abermals Röser zog auf Höhe des Strafraums ab erhöhte zum 4:2 – sein drittes Tor des Abends (50.). Aus ähnlicher Position probierte es zehn Minuten vor Ende auch Teamkollege Kaufmann –sein satter Schuss landete ebenso im Netz, 5:2 (80.). Für den Endstand sorgte schließlich Julian Erhart, einen Ball vom eingewechselten Marco Trost lenkte er noch per Kopf in die Maschen. Rankweil hingegen: Gute Möglichkeiten, schlechte Chancenauswertung. Denn Flatz traf nur das Außennetz (53.), Frederik Koch scheiterte am Torhüter (70.) und Manuel Pose, nach einem schnell ausgeführten Freistoß, versagen vor dem Tor die Nerven.

Somit durfte sich der DSV über einen 6:2 Heimsieg freuen. „Wir wussten, dass es schwer wird. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie so cool geblieben sind“, zeigte sich Roman Ellensohn zufrieden. Stipo Palinic hingegen haderte – wie auch nach den letzten Partien. „Wir kommen immer gut ins Spiel. Danach, in den entscheidenden Momenten, die du erzwingen musst, merkt man, dass wir jung sind.“ Doch jammern bringt bekanntlich nichts: „Morgen ist ein neuer Tag. Ich gehe mit meiner Frau spazieren, ein Busserl und dann geht das wieder.“ FB

VN.at-Eliteliga, Nachtrag, 9. Spieltag

HELLA Dornbirner SV – RW Rankweil 6:2 (3:2)

Sportplatz Haselstauden, 100 Zuschauer, SR Jurcevic

Torfolge: 20. 0:1 Fabian Koch, 25. 1:1 Julian Erhart, 30. 2:1 Andreas Röser, 34. 2:2 Mathias Bechter, 40. 3:2 Andreas Röser, 50. 4:2 Andreas Röser, 80. 5:2 Benjamin Kaufmann, 90./+2 Julian Erhart

Gelbe Karten: 39. Filler (DSV), Baldauf (Rankweil, beide Foul)

HELLA Dornbirner SV (4-1-4-1): Fend; Altuntas (67.Kutzer), Tsohataridis, Filler, Holzknecht (79. Gehrer); Birgfellner (67. Kalkan); Gamper, Erhart, Kaufmann, Röser (82. Trost); Schelling (46. Akcicek)

RW Rankweil (4-2-3-1): Zwischenbrugger; Pose, Widemschek, Bischoff, Baldauf; Domig (62. Frederik Koch), Erkan (71. Gassner); Bechter, Wölbitsch, Flatz (73. Schmied); Fabian Koch (46. Lampert)