Die Pratzel-Bosse

Vorarlbergs Rodelasse Jonas Müller und Thomas Steu sind die besten Starter.
Schwarzach Es war eine gute Abwechslung zum Trainingsalltag. Österreichs Rodelasse würzten das intensive Starttraining der vergangenen Wochen mit einem dreitägigen Vergleichswettkampf. Die Vorarlberger gaben beim Pratzln den Ton an: Jonas Müller war der Schnellste bei den Herren, den Doppelsitzerbewerb entschied Thomas Steu mit seinem Tiroler Kollegen Lorenz Koller für sich.
Der Aufbau passt
Meransen (Ita), Königssee (Ger) und Innsbruck – der Verbands-Startcontainer – hießen die Schauplätze der Rodler für den Beschleunigungswettbewerb. Pro Station wurden jeweils die zwei schnellsten Starts berücksichtigt, die Sieger anhand der addierten Zeiten ermittelt. „Die Unterschiede der Startanlagen sind doch sehr groß, das hat den Reiz zusätzlich verstärkt“, konnte Sieger Müller dem Wettbewerb einiges abgewinnen. „Der Startbock am Königssee ist im Vergleich zur Anlage in Innsbruck deutlich steiler, in Meransen kommt noch eine Kurve hinzu. Obwohl der Rücken nach wie vor etwas zwickt, habe ich eine durchgehend gute Leistung abrufen können, das zeigt, dass die Aufbauarbeit passt. In den kommende zwei Wochen gilt es, eine gute Balance zu finden und neben dem Training die Regeneration nicht zu kurz kommen zu lassen,“ so der 22-jährige Bludenzer. Müller setzte sich vor Nico Gleirscher und Wolfgang Kindl durch, den Vergleich der Damen entschied Lisa Schulte für sich.
Thomas Steu probierte mit Partner Koller im Training viel Neues. „Wir haben bewusst andere Techniken getestet, beispielsweise bei der Sitzposition, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Positiv ist, dass ich im Vergleich zum Trainingsstart mehr oder weniger schmerzfrei bin und punkto Fitness den Rückstand wettmachen konnte.“ Er gewann den Startwettkampf der Doppelsitzer, an dem neben den drei ÖRV-Duos auch die polnischen Shootingstars Chmielewski/Kowalewski teilgenommen haben, hauchdünn vor dem Bludenzer Yannick Müller und dem Tiroler Armin Frauscher. Nach sechs gewerteten Starts betrug der Unterschied gerade einmal 47 Tausendstel.
Heimdoppel in Igls
Kommende Woche stehen finale Einheiten im ÖRV-Startcontainer auf dem Programm, anschließend widmet sich die Mannschaft verstärkt dem Materialbau. Anfang Oktober übersiedeln die Schützlinge von Cheftrainer Rene Friedl nach Sigulda. Der Rennkalender geht mit dem ersten Weltcup am 28. und 29. November in Igls los. Auf der Heimbahn gibt es auch die Generalprobe für die WM Ende Jänner am Königssee.