Sieg und Niederlage für Ländle-Eishockeyklubs

Sport / 05.09.2020 • 14:00 Uhr
Sieg und Niederlage für Ländle-Eishockeyklubs
Der EHC Lustenau durfte über einen Sieg im Test gegen Winterthur jubeln. SAMS

EHC Lustenau gewinnt erstes Testspiel gegen EHC Winterthur mit 3:2, VEU Fedlkirch unterliegt HC Thurgau mit 1:3.

Lustenau, Feldkirch Mit einem 3:2 Erfolg gegen den Schweizer Zweitligisten EHC Winterthur startet der EHC Lustenau in die Vorbereitungsphase zur Alps Hockey League. Dabei konnten alle Neuzugänge überzeugen. Mit zahlreichen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und den arrivierten Spielern zeigte sich der EHC als homogenes Team und gewann verdient das Kräftemessen mit dem Team aus der Schweiz.

Attraktives Match

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und attraktives Spiel in der Rheinhalle Lustenau. Beide Teams kamen zu ersten Möglichkeiten. In der 16. Minute hatte Lustenau Glück, denn die Schweizer trafen nur die Außenstange. Kurz vor Drittelsende konnte Winterthur jedoch erstmals jubeln. In Überzahl traf Legionär Zack Torquato 40 Sekunden vor Drittelsende zum 1:0 für die Gäste. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause. Sehr ambitioniert startete Lustenau in den zweiten Spielabschnitt. Dabei zeigten die Neuzugänge eine starke Leistung. In der 27. Minute erzielte Lustenau den verdienten Ausgleich. Die Vorarbeit von Chris D’Alvise und Martin Grabher-Meier schloss Neuzugang Emil Bejmo mit einem satten Schlenzer zum Ausgleichstreffer ab. In der 33. Minute verhinderte der Pfosten eine höhere Führung für den EHC und so ging es mit diesem Unentschieden in die zweite Drittelpause.

Das letzte Drittel musste die Partie entscheiden und wiederum hatte Lustenau den besseren Start. Martin Grabher-Meier konnte die Vorarbeit von Chris D’Alvise und Brian Conelly zum 2:1 Führungstreffer in der 48. Minute nutzen. Sechs Minuten später erhöhte abermals Neuzugang Emil Bejmo auf 3:1 – die Vorarbeit leistete abermals Brian Conelly. Nun warfen die Schweizer Gäste alles nach vorne. Lustenau ließ sich in der 54. Minute zu einem Doppelausschluss hinreißen. Diese nummerische Überlegenheit nutzten die Schweizer durch Riley Brace zum Anschlusstreffer. In den letzten Minuten verteidigte Lustenau den Vorsprung gekonnt und ging mit 3:2 als Sieger vom Eis.

VEU wehrte sich

Mehr als 800 Zuschauer sahen eine Partie mit hohem Tempo und viel Intensität. Zu Beginn drückten vor allem die Gäste aufs Tempo und kamen auch zu guten Chancen. Alex Caffi hielt sein Team mit Glanzparaden aber schadlos. Die Feldkircher hatten weniger Einschußmöglichkeiten, kämpften aber um jeden Zentimeter Eis und hielten voll dagegen. Beide Mannschaften ließen Überzahlspiele ungenützt. Nach dem torlosen Startdrittel standen erneut die Torhüter im Mittelpunkt des Geschehens. Vor allem Alex Caffi musste weiters sein ganzes Können unter Beweis stellen. Das erste Tor des Abends erzielten dann aber die Hausherren. Smail Samardzic stellte auf 1:0, etwas entgegen dem Spielverlauf, den die Thurgauer Löwen hatten erneut etwas mehr vom Spiel. Trotzdem nahmen die Lampert Cracks die knappe Führung mit viel Kampfgeist mit in die Kabine. Im Schlussabschnitt drehten die Schweizer das Ergebnis und gewannen mit 3:1. Der Ausgleich fiel im Powerplay. Ein Missverständnis in der Abwehr der VEU verhalf den Eidgenossen dann zum zweiten Treffer. Knapp vor dem Ende als Headcoach Michael Lampert Caffi vom Eis nahm, entschieden das Team aus der Swiss Hockey League das Match entgültig für sich.

Eishockey, Testspiel

VEU Feldkirch – HC Thurgau 1:3 (0:0, 1:0, 0:3)

Feldkirch, Vorarlberghalle, 812 Zuschauer, Freitag 04.09.2020

Tor VEU: Smail Samardzic

EHC Lustenau – EHC Winterthur 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)

Torschützen EHC Lustenau: Emil Bejmo (27. Min. / 54. Min.), Martin Grabher-Meier (48. Min.)

Torschützen EHC Winterthur: Zack Torquato (20. Min.), Riley Brace (55. Min.)