Christian Klien und der neue Schwung im GT-Motorsport

Sport / 31.08.2020 • 19:00 Uhr
Christian Klien und der neue Schwung im GT-Motorsport
Im AMG-Mercedes mit der Nummer 88 wechseln sich Christian Klien und Teambesitzer ab. JP MOTORSPORT

Der 37-jährige Hohenemser und sein Team bekommen mit Matthias Lauda Verstärkung.

Hohenems Ein neues Format belebte zuletzt den Autorennsport. Auch Christian Klien (37) wurde davon erfasst. Der ehemalige Formel-1-Pilot wird im Nobel-Renner Racing immer besser. Und demnächst sitzt auch Mathias Lauda, seines Zeichens Ex-GTE-AM-Weltmeister, neben dem Hohenemser im Cockpit des AMG Mercedes GT3 von JP-Team-Besitzer Patryk Krupinsky.

Attraktive Rennplattform

Während die DTM wohl vor dem Aus steht, floriert das GT-Racing weltweit. Bald 15 renommierte Hersteller drängen in die Starterfelder attraktiver Rennen. Mercedes oder Aston Martin, Lamborghini oder Lexus – sie alle pflegen hier ihr Image und verkaufen ihre sündteuren GT-Autos dadurch noch besser an die Kunden im Autohaus und an die GT-Rennteams.
Krupinksi ist ein polnischer Geschäftsmann, den letzten Herbst das GT3-Fieber gepackt hat. Im Februar wurde ein Team gegründet und der Hohenemser Günter Aberer als Manager engagiert. Damit war die Wahl des Fahrzeugs für das Motorsportteam klar: AMG Mercedes. Solche Sterne hat Aberer während zehn Jahren als Manager zu internationalen GT-Erfolgen geführt. Über 500 Pferdestärken bringt das Mercedes-Benz Coupe auf die Strecke, das von AMG mit gravierenden Verbesserungen gegenüber der Serie bei der FIA für GT3-Rennen homologiert wurde.


Für die erste Saison wurde die GT-Open-Serie ins Visier genommen. Ideal für eine neues Team, das mit Eigner Krupinski einen Amateurfahrer an Bord hat. Klien erwies sich zuvor in vier Rennen für Ferrari, Bentley oder McLaren und andere Mercedes-Renner als Messlatte für die Qualifikationszeiten. Zusammen mit einem Amateur-Copiloten gab es auch Rennsiege und die Führung in der AM/Wertung.

Nachfrage ist geweckt

Beim renommierten Sechs-Stunden-Rennen am 12./13. September auf dem Nürburgring wird Mathias Lauda (39) bei JP als dritter Pilot ins Cockpit geholt. Nikis Sohn war im Aston Martin schon Dritter der GTE-AM Weltmeisterschaft. In das zweite Auto des JP-Teams, das jetzt noch in der Garage steht, werden demnächst reiche Rennfans einsteigen und gecoacht von Klien Rennen fahren. Unter Kliens und Aberers Aufsicht werden diese dann ihrem teuren Hobby frönen können. HEB