Klien bei GT-Open in Formel-1 Manier

Der Hohenemser feierte auf dem Hungaroring Premierensieg.
Budapest Im erst kürzlich neugegründeten JP-Motorsport-Team hatte man schon gehofft, in der europäischen GT-Open Serie weit vorne mitzufahren. Christian Klien als Pro-Fahrer einzustellen, erwies sich für den Hohenemser Teammanager Günter Aberer als Volltreffer und bewährte sich schon bei der Premiere.
Startplatz eins
In den Trainings zeigte Klien auf Anhieb, dass er mit den etablierten Mannschaften von McLaren, Bugatti oder Ferrari mithalten konnte und stellte den AMG-Mercedes kurzerhand für das erste Rennen auf die Pole Position. Der ehemalige Formel-1-Pilot eilte den starken Bugattis und McLaren im GP-Stil auf und davon und übergab den AMG-Mercedes an der Box seinem Copiloten und Teameigner Patryk Krupinski (31) mit einem Vorsprung von 10 Sekunden. Ob das für den Amateurfahrer Krupinski genug war, um bis in Ziel vorne zu bleiben?
Die Frage beantwortete das Safety Car, das in der Schlussphase zweimal ausrückte und das Feld hinter sich auffädelte. So rettete sich Krupinski unter dem Jubel des Teams und der beiden Hohenemser vor zwei McLaren 720S als Sieger in Ziel. „Wir sind unglaublich stolz, beim Debüt einen Rennsieg eingefahren zu haben. Ein Traum wurde wahr“, freute sich Klien.
Für Rennen zwei tat sich für das JP-Team in Form des Reglements eine Hürde auf: Amateur Krupinski musste nun die Qualifikation fahren. Als noch technische Probleme dazu kamen, dauerte die Session nur drei Runden und der AMG Mercedes war auf dem letzten Startplatz.
Startfahrer Krupinski machte in Rennen zwei einen guten Job, kämpfte sich auf Platz zehn vor, um doch mit fast einer halben Minute Rückstand an Klien zu übergeben. Der 37-Jährige konnte dann mit Bestzeiten noch zu den Führenden Ferraris, McLarens und Mercedes aufholen, aber nicht an die Spitze anschließen. Er brachte den Mercedes schließlich auf Rang neun, machte Platz vier in der Pro/Am-Wertung. HEB