Das ist die kleine Schanze für große Springerträume

„Schanze frei“ heißt es ab sofort in der Junkerau in Egg. Die Matte und der Anlauf stammen aus Stams.
EGG Durch Initiative des Skiclub Egg wurde der Traum von einer Mattenschanze für den Nachwuchs verwirklicht. Angefangen hat alles mit der Idee, den Kindern erste Eindrück von der Welt des Skispringens zu verschaffen. Die Sportart hat auch im Bregenzerwald eine lange Tradition. Aus diesem Grund wurde ein passender Standort für eine Kleinschanze gesucht, um den Kindern eine Trainingsmöglichkeit zu bieten. Nach der Zustimmung des Grundeigentümers und der Gemeinde wurde mit dem Bau neben dem Schießstand in der Junkerau begonnen.
Die Initiatoren der Schanze waren Matthias Troy und Ex-Skispringer Balthasar Schneider. „In Stams wurde eine Schanze erneuert. Wir haben nach den Materialien der alten Schanze nachgefragt, ob diese noch anderweitig eingesetzt werden. Da dies nicht der Fall war, haben wir die Matte und den Anlauf zur Verfügung gestellt bekommen“, so VSV-Jugendtrainer Troy. Nach gut fünf Wochen Bauphase konnte die Schanze Mitte Juni erstmals benützt werden. Offiziell bespringen wollte man die Schanze schon vor einigen Wochen – beim Sommercamp des SC Egg war es dann endlich soweit.
„Ohne Sponsoren hätte man dieses einzigartige Projekt nicht umsetzen können.“
Matthias Troy, VSV-Nachwuchstrainer Sprunglauf
Die Anlaufspur aus Keramik ermöglicht ein erstes Ausprobieren mit den gewohnten Alpinskiern. Im nächsten Schritt können dann die Sprungskier angeschnallt werden. „Die Sprungschanze wurde mit der Hilfe von heimischen Firmen, großzügigen Sponsoren und vielen Helfern errichtet. Für die Unterstützung aller Beteiligten sind wir sehr dankbar. Ohne Sponsoren hätte man dieses einzigartige Projekt nicht umsetzen können“, sagt Troy.
Camp auch zukünftig geplant
Die Kinder des Egger Skiclubs wurden im Sommercamp nicht nur mit der Schanze vertraut gemacht, sondern konnten sich auch in anderen Sportarten wie Tennis, Ballspielen oder einer Biathlon-Schießübung mit einem Lasergewehr versuchen. Wenn es nach Matthias Troy geht, sollte einem nächsten Camp im kommenden Jahr nichts mehr im Weg stehen. „An den Gesichtern der Kinder konnte man erkennen, dass ihnen das Camp unglaublich Spaß gemacht hat. Wir werden das diesjährige Camp Revue passieren lassen und uns überlegen, was wir verbessern können. Eine Idee ist es, das Camp im nächsten Jahr auszuschreiben und eine Übernachtung anzubieten“, meint der Trainer.
Eine Schanze für alle
Die Sprungschanze, die eine Länge von rund sechs Metern hat, wird in Zukunft nicht nur vom Nachwuchs des SC Egg benützt. Auch der SC Bregenzerwald und der Vorarlberger Skiverband werden die Schanze fürs Kindertraining im Sommer benutzen. ALF
So gut hat es den Kids gefallen

Jonas Lang, 10 Jahre, Egg
“Es gab Gruppen mit jeweiligen Trainern, die uns die Übungen vorgezeigt haben. Nach den Übungen wussten wir, ob uns die Sportart gefällt oder nicht. Ich finde es super, sich in den Ferien bewegen zu können.”

Joel Waldner, 10 Jahre, Egg
“Ich freue mich mehr aufs Tennis und aufs Fußballspielen. Mir hat die Schießübung besser als das Skispringen gefallen. Zum Abschluss sind wir in den Fluss schwimmen gegangen und haben gegrillt.”

Magdalena Simma, 10 Jahre, Egg
“Die Schießübung mit der Laserpistole hat mir am besten gefallen. Skispringen ist nicht so meins – ein Sprung hat mir gereicht. Über eine große Schanze würde ich mich nicht trauen.”

Matilda Simma, 11 Jahre, Egg
“Die Slackline hat mir am meisten Spaß gemacht. Dann haben wir einen Parcours aufgebaut, durch den wir dann gelaufen sind. Richtig cool war der Grillnachmittag am Fluss mit einem leckeren Eis.”









