Die Reiter-Brüder genießen den heimatlichen Sand

„Zuhause ist es am schönsten“, sagt Wolfurttrophy-Titelverteidiger Jakob Reiter. Auch sein Bruder Theo freut sich auf das Beachvolleyball-Heimturnier.
Wolfurt Wenn am Freitag die 31. Raiffeisen Wolfurttrophy so richtig beginnt, werden auch die Brüder Jakob (22) und Theo Reiter (20) im Sand wieder ihr Können beweisen. Ersterer sorgte im Vorjahr mit Simon Baldauf sensationell für den ersten Vorarlberger Sieg der Turniergeschichte, Theo wird das Turnier mit Laurenc Grössig als frischgebackener U-21-Staatsmeister in Angriff nehmen. Zunächst wollte das Brüderpaar sogar gemeinsam antreten. Letztendlich entschieden sie sich aber doch dagegen, weil keiner von beiden ein Blockspieler ist.
Andere Vorzeichen
„Die Titelverteidigung wäre natürlich ein Traum“, gibt Jakob Reiter zu. „Der Sieg im letzten Jahr war unglaublich, für sowas trainierst du als Sportler.“ Die Vorzeichen seien in diesem Jahr aber klarerweise ganz andere. So fällt sein etatmäßiger Partner Baldauf mit Bandscheibenproblemen für die restliche Saison aus, der Wolfurter verpasst somit auch erstmals sein Heimturnier. „Das ist natürlich total schade, wir haben die ganze Vorbereitung und die Zeit vor der Zwangspause zusammen trainiert“, meint Reiter. Er wird nun, wie bereits beim Tour-Event in Innsbruck, mit Michael „Mucho“ Murauer spielen. Da klappte es zwischen den beiden schon ganz gut. Obwohl zuvor nur eine Dreiviertelstunde zusammen trainiert wurde, holte man sich sensationell den zweiten Platz. „An einem guten Tag gibt es sicher wenige, gegen die wir nicht gewinnen können. Vieles ist möglich, sowohl im Positiven als auch im Negativen“, schätzt Jakob Reiter die Chancen des Duos ein. Die Tagesverfassung und ein wenig Losglück würden sicher auch eine Rolle spielen. In die Top Ten wolle man auf jeden Fall, „jedes Spiel und jeder Sieg auf dem Center-Court ist dann umso besser.“
„An einem guten Tag gibt es sicher wenige, gegen die wir nicht gewinnen können.“
Jakob Reiter, Beachvolleyballer

Jakob Reiter 
Jakob Reiter 
Jakob Reiter 
Jakob Reiter 
Jakob Reiter 
Jakob Reiter
Die Topteams fordern
Die Wolfurttrophy nimmt bei Jakob Reiter einen besonderen Stellenwert ein. Er freut sich immer auf diesen Fixpunkt im Sportjahr. Da er in Klagenfurt studiert und für die Wörtherseelöwen spielt, sei die Woche bei der Familie im Ländle natürlich super, auch um ein wenig herunterzukommen. Durch die Anwesenheit von Familie und Freunden werde er noch zusätzlich gepusht. Ein wenig Druck sei aber auch dabei, denn „du willst natürlich nicht nach zwei verlorenen Spielen nach Hause.“

Theo Reiter 
Theo Reiter 
Theo Reiter 
Theo Reiter
Theo Reiter startet mit viel Freude ob des in der Vorwoche gewonnenen U-21-Titels in Grafenstein (Kärnten) in die Trophy. Er sei froh, mit dem Salzburger Grössig im Hauptbewerb zu starten und nicht vorher in die Quali zu müssen: „Ich freue mich riesig.“ Das Starterfeld um die Vizeweltmeister Doppler/Horst sei wohl so gut wie noch nie, ein Sieg gegen eines der Topteams wäre der „absolute Wahnsinn“. „Unser Ziel ist es, die guten Teams zu kitzeln und zu fordern“, gibt er die Marschroute vor. Dass aufgrund der Corona-Maßnahmen weniger Zuschauer in die Beacharena dürfen, sei zwar schade, „aber wenn die Local Heroes spielen, wird es so laut sein, dass man keinen Unterschied spüren wird“. Dessen ist sich Theo Reiter sicher. Und auch Jakob verspricht: „Die Zuschauer können sich auf spektakuläres Beachvolleyball gefasst machen.“ FB