In der Wolfurter Beacharena läuft alles nach Plan

Sport / 06.08.2020 • 14:00 Uhr
In der Wolfurter Beacharena läuft alles nach Plan
Letzte Arbeiten am Center-Court in der Wolfurter Beacharena. VN/STIPLOVSEK

Vorbereitungen sind auf der Zielgeraden. Qualifikation beginnt heute. OK-Chef Sebastian Vonach dazu im Interview.

Wolfurt Mehrere Kabeltrommeln wandern über das Gelände, einige Sitze sind coronagemäß abgesperrt. Im Hintergrund zieht der Radlader, der die Sägespäne für die traditionelle „Baggerpartie“ verteilt, seine Runden. Die ersten Spieler trainieren bei strahlendem Sonnenschein im Sand, rund um die Courts befinden sich Vereinsmitglieder, manche tragen Kisten von A nach B. Andere fixieren Werbebanner, einige feuern Local Hero Theo Reiter beim Training an. Turnierleiter Walter Geissler kümmert sich höchstpersönlich um die Netze bei den zwei Side-Courts. Die Vorbereitungen für die 31. Raiffeisen Wolfurttrophy – sie befinden sich in ihren letzten Zügen. Rund 2100 Personen werden am Wochenende bei der Beacharena an der Ach erwartet – normalerweise sind es rund 15.000. Alles anders durch Corona.

Eine Herausforderung

Wieso man sich überhaupt dazu entschlossen habe, das Turnier in diesem Jahr durchzuführen? „Hauptsächlich für die Spieler und die Leute“, gibt VC Wolfurt-Obmann Sebastian Vonach zu. Aus rein finanziellen Aspekten werde die Trophy in ihrer 31. Ausgabe sicherlich kein allzu riesiger Erfolg. Anfangs sei sogar im Raum gestanden, das Event ohne Zuschauer durchzuführen und anderweitig – etwa im Fernsehen bzw. als Livestream – zu vermarkten. Die Unterstützung der Sponsoren, auch in diesem Jahr mit Zuschauern zu spielen, sei aber da gewesen. „Und die Leute und die Spieler brauchen ein bisschen Normalität.“ Dass die Beachvolleyballfans im Ländle das Angebot gut annehmen, hat sich bereits gezeigt: Am Samstag und Sonntag ist der Center-Court schon ausverkauft. Damit aber dennoch niemand vergesse, dass die Pandemie noch nicht ausgestanden ist, habe man sich aus Eigeninitiative dazu entschlossen, am Gelände – nicht auf den Sitzplätzen – eine Maskenpflicht einzuführen. „Die Stimmung wird super sein – auch trotz Corona-Bedingungen“, verspricht Vonach.

Eine stressige Zeit

Aufgrund der Covid19-Auflagen habe man in diesem Jahr mehr Personen im Sicherheitsbereich benötigt. In anderen Bereichen hingegen – insbesondere im Wirtschaftsbereich – sind viel weniger Personen im Einsatz. Insbesondere die Abendveranstaltungen, die allseits beliebten Players Partys, die in diesem Jahr ausfallen müssen, sind schuld daran. „Wir haben uns schon Sorgen gemacht, dass wir dieses Jahr soviel Schlaf haben werden wie noch nie“ meint Vonach dazu nur lachend. Schlaf, den er aber sicher auch brauchen kann, war doch die Planung in diesem Jahr ziemlich intensiv. „Im Februar waren wir, wie auch in den vergangenen Jahren, eigentlich schon ziemlich fertig mit den Vorbereitungen“, erklärt Vonach. Doch die Pandemie wirbelte auch bei der Wolfurttrophy einiges durcheinander. Lange war unklar, ob, wie und was durchgeführt werden kann. Die letzten eineinhalb Monate seien dann schon sehr stressig gewesen. „So schnell ist noch keine Zeit in meinem Leben vergangen“, meint der 25-Jährige. Auch Turnierleiter Walter Geissler – heuer letztmalig in dieser Position im Einsatz – nennt die diesjährige Ausgabe „eine Herausforderung“. Es sei schon ein wenig komisch – auch deswegen, weil das große Zelt fehle. „Es ist in diesem Jahr sicher interessant. Das wichtigste ist, dass nichts passiert“, so Geissler.

Qualifikation

Bereits heute ab 16 Uhr werden die ersten Teams die Qualifikation für den Hauptbewerb in Angriff nehmen. Neben der Wolfurterin Anna Oberhauser und VCW-Spieler David Rinderer muss auch der mehrmalige Wolfurttrophy-Sieger Robert Kufa aus Tschechien – er siegte etwa 2018 mit Partner Leo Williams – in die Qualifikation. FB