So gewann der FC Wolfurt die Regenschlacht

Sport / 03.08.2020 • 22:15 Uhr
So gewann der FC Wolfurt die Regenschlacht
Wolfurts Idiano Lima Rosa Dos Santos versucht ein Dribling. VN/SAMS

Baur-Elf siegte zum Auftakt der VN.at-Eliteliga 2:1. Der FC Rotenberg wartet damit noch auf seinen ersten Pflichtspielerfolg.

Wolfurt Der mittels Bierbänke zur Arena umfunktionierte Sportplatz an der Ach war gut gefüllt, entgegen der Wetterprognosen schaute sogar die Sonne vorbei – für das Spitzenspiel in der VN.at-Eliteliga Vorarlberg zwischen Wolfurt und dem neu gegründeten FC Rotenberg war alles angerichtet.

FußBall

VN.at-Eliteliga, 1. Spieltag

Meusburger FC Wolfurt – FC Rotenberg 2:1 (0:0)

Sportplatz an der Ach, 500 Zuschauer, SR Seidler

Torfolge: 55. 1:0 Aleksandar Djordjevic, 59. 2:0 Frederik Meier, 67. 2:1 Michael Schmid

Gelbe Karten: 76. Marco Troy (Rotenberg, Foul) bzw. 32. Matthias Fehr (Foul), Dreven (beide Rotenberg, nach Spielende)

 

Meusburger FC Wolfurt (4-1-4-1): Hammer; Balsic, Mentin, Djordjevic, Troy; Moosmann; Schertler (62. Klincov), Meier (80. Geley), Rist (84. Brüstle), Lima; Tobias Neubauer (62. Madlener)

FC Rotenberg (3-4-1-2): Dreven; Inama, Silva de Mesquita, Stefan Fehr; Marcel Maldoner, Nussbaumer (80. Fink), Patrick Maldoner, Schmid; Matthias Fehr (56. Steurer); Bentele, Paulo Victor

Action nach dem Pausenpfiff

Für die ersten Torchancen mussten die 500 Zuschauerinnen und Zuschauer jedoch etwas Geduld aufbringen. Offensivszenen gab es zunächst nur wenige, beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld. Besonders bei den Gastgebern aus Wolfurt waren die Zuspiele in die Spitze zu ungenau. Die erste Möglichkeit der Partie hatten dann die Gäste – Rotenbergs Stürmer Paulo Victor scheiterte aber an Torwart Hammer (14.). Auf der Gegenseite sorgte Außenverteidiger Balsic für ein erstes Raunen bei den Fans, nachdem sich Idiano Lima – welcher sich ansonsten recht schwer tat – am rechten Flügel stark behauptet. Balsic kann die Hereingabe aber nicht verwerten, der Ball landet nur knapp neben dem Pfosten (35.). Idiano Lima ist es auch, der den Ball zwei Minuten später erstmals im Tor versenkt – allerdings aus einer klaren Abseitsposition. Vorlagengeber Schertler wäre besser beraten gewesen, es selber zu versuchen. Anschließend sollte auf dem Spielfeld nicht mehr allzu viel passieren – die Teams verabschiedeten sich torlos in die Pause.

„Ich bin mit dem Sieg sehr zufrieden, der schnelle Doppelschlag hat uns sicher in die Karten gespielt.“

Joachim Baur, Trainer Meusburger FC Wolfurt

Nach Wiederanpfiff zeigte dann erstmals Rotenberg-Torwart Dreven seine Klasse. Bei einer Flanke der Gäste stürzte sich Rotenbergs Sebastian Inama in den Ball – Dreven konnte das Eigentor seines Vordermannes mit einem starken Reflex verhindern (48.). Und auch eine Minute später bewahrte er sein Team vor dem Rückstand, nachdem ein eigentlich harmloser Schuss von Timothy Rist für Verwirrung in der Gäste-Abwehr sorgte. Die Wolken am Himmel verdichteten sich im Laufe der zweiten Halbzeit, ein schlechtes Omen im Rotenberger Spiel -nur wenige Minuten sollten reichen, um die Weichen im Spiel zu stellen. Zunächst schlägt Martin Schertler den Ball von links in den Strafraum, Djordjevic steht dort goldrichtig und nickt zur Wolfurter Führung ein (55.). Wolfurt hat Gefallen am Spiel gefunden. In der 59. Spielminute fasst sich dann Frederik Meier ein Herz und probiert es aus 20 Metern, der Ball findet per Innenpfosten den Weg ins Gehäuse – 2:0. Bei Rotenberg funktioniert aus dem Spiel hingegen recht wenig, das Sturmduo Bentele/Paulo Victor bekam nur wenige Bälle geliefert. So brachte ein Standard den Anschlusstreffer: Eckball, Kopfball von Schmied, 2:1 – Fußball kann so einfach sein. Abermals Schmid (77.) und Patrick Fink (89.) hatten anschließend noch gute Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Da aber auch Wolfurts Dragan Klincov (78.) aus der Distanz am starken Dreven scheiterte und beide Mannschaften mit dem einsetzenden Starkregen – der auch den Zuschauern zu schaffen machte – ihre Probleme hatten, blieb es beim 2:1-Sieg der Heimmannschaft. Trainer Joachim Baur zeigte sich im Anschluss überglücklich. Es sei zwar noch Verbesserungspotenzial vorhanden, nach der langen Pause sei man aber klarerweise sehr zufrieden. FB