Überraschung zum VN.at-Eliteligastart: Titelverteidiger DSV verliert zum Auftakt in Lauterach

Lauterach dreht nach frühem Rückstand das Spiel – 2:1-Sieg ohne Trainer Ingo Hagspiel.
Lauterach Wie in der Vorsaison trafen am ersten Spieltag der VN.at-Eliteliga der intemann FC Lauterach und der HELLA DSV aufeinander. Die Dornbirner – in der letzten Saison furios durch die Liga gefegt – gelten bei der Konkurrenz auch in dieser Saison als Topfavorit auf den Aufstieg ins Play-off. Zu den ersten drei Punkten sollte es beim Auftakt aber nicht reichen.
Früher Rückstand
Bereits früh in der Partie sorgte eine strittige Entscheidung für die Führung der Gäste. Innenverteidiger Demir wurde im Strafraum angeschossen, bekam den Ball an die Hand – und Schiedsrichter Ouschan zeigte zum Entsetzten der Lauteracher Elf auf Elfmeter. DSV-Kapitän Julian Birgfellner ließ sich nicht lange bitte und sorgte souverän für die 1:0-Führung gegen seinen Exklub. In weiterer Folge sollten Torchancen eher die Mangelware bleiben, das Geschehen spielte sich vor allem im Mittelfeld ab. Beide Teams zeigten sich in den Zweikämpfen bissig, viele kleine Fouls waren die Folge. Aufseiten der Gäste zeigte sich insbesondere die Zentrale um Kapitän Birgfellner, Julian Erhart und Sechser Daniel Holzknecht in Spielfreude, für wirkliche Torgefahr konnte jedoch nicht gesorgt werden. So waren es dann die Lauteracher, die in der 29. Spielminute den Ausgleich bejubeln durften. Nach einem vermeintlichen Foulspiel schaltete die Hofsteig-Elf am schnellsten, Linksaußen Christopher Nagel bekam den Ball alleinstehend vor dem Tor serviert und schob an Torwart Fend vorbei zum 1:1 ein. Benjamin Kaufmann – von DSV-Trainer Ellensohn als Sturmspitze aufgeboten – hatte dann kurz vor der Halbzeit noch die große Chance auf die erneute Führung, verfehlte den Ball bei einer Hereingabe aber knapp (45.).
VN.at-Eliteliga 2020/21
1. Spieltag
intemann FC Lauterach – HELLA Dornbirner SV 2:1 (1:1)
Sportanlage Ried, 500 Zuschauer, SR Ouschan
Torfolge: 6. 0:1 Julian Birgfellner (Strafstoß), 29. 1:1 Christopher Nagel, 50. 2:1 Sebastian Beer (Strafstoß)
Gelbe Karten: 5. Demir (Handspiel), 13. Musah, 20. Gomes, 61. Ücüncü (beide Foul) bzw. 34. Birgfellner, 57. Bozic, 63. Gamper (alle Foul), 86. Ellensohn (Trainer, Kritik)
intemann FC Lauterach (4-4-2): Kusche, Gridling, Fleisch, Demir, Ücüncü; Nagel (78. Gasovic), Beer, Musah, Prantl (87. Chiste); Gomes (82. Kocabay), Alibabic (87. Huber)
HELLA Dornbirner SV (4-1-4-1: Fend, Kovacec (71. Kutzer), Filler, Tsohataridis, Gamper; Holzknecht; Röser, Birgfellner, Erhart, Bozic (59. Gehrer); Kaufmann (74. Bachmann)
Verdienter Heimsieg
Auch nach der Pause sollte es nicht lange dauern, ehe ein Handspiel im Strafraum dem Spiel wieder den Stempel aufdrücken würde. Der Unglücksrabe war diesmal Dornbirn-Außenverteidiger Jonas Gamper, Lauterach-Kapitän Sebastian Beer zeigte Nerven und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:1. Die Dornbirner konnten in weiterer Folge noch durch Röser (53.), Erhart (66.) und Bachmann (90./+2) zu Chancen kommen – zum Ausgleich sollte es aber nicht mehr reichen. Vielmehr war sogar etwas Glück dabei, dass Lauterach nicht erhöhte. Denn besonders bei Kontern waren die Gastgeber gefährlich, an der Präzision im Abschluss haperte es aber. Dies bemängelte auch Aushilfstrainer Christoph Fleisch – Coach Ingo Hagspiel war studienbedingt verhindert. DSV-Trainer Roman Ellensohn zeigte sich nach der Partie unzufrieden, von der Abwehr bis in die Offensive sei die Leistung nicht zufriedenstellend gewesen. Besonders das Fehlen eines Knipsers im Sturm – Torjäger Julian Schelling fehlt in den ersten Runden noch – war bei den Gästen zu spüren.
Lauterach konnte so einen in Summe verdienten Heimsieg einfahren, die Ellensohn-Elf hingegen bleibt im Lauteracher Ried ohne Punkte. Die Chance auf Wiedergutmachung bietet sich für den Dornbirner SV dabei erst am übernächsten Spieltag – die Haselstauder sind in der kommenden Woche spielfrei. Lauterach hingegen muss zum schweren Auswärtsspiel nach Hohenems, zeigen sich aber durchaus optimistisch, auch dort punkten zu können. FB





