Warum Sidney Sam wirklich den SCR Altach verlassen hat

Altachs bester Offensivspieler hängt keine Saison mehr im Rheindorf an.
Altach „Leider, es ist, wie es ist“, so die Worte von Altachs Sportdirektor Christian Möckel zum Abschied von Sidney Sam. Der 32-jährige ehemalige Nationalspieler Deutschlands wird in seine Heimat Düsseldorf zurückkehren und nicht noch ein Jahr im Rheindorf anhängen. „Sidney hat sich in Altach sehr wohlgefühlt, aber er hat sich am Ende für die Familie entschieden. Seine Frau und zwei Kinder leben in Düsseldorf, ein Umzug kam leider nicht infrage“, erklärt Möckel die Beweggründe von Sam. Bitter, denn Sam entwickelte sich nicht nur auf dem Spielfeld zur absoluten Führungsfigur, sondern hatte auch abseits des Platzes immer ein offenes Ohr für die jungen Spieler. Altachs Sportdirektor lobt den Edeltechniker ob seiner Leistungen in Vorarlberg über den grünen Klee. „Bei dieser Verpflichtung haben alle Seiten gewonnen. Die Mannschaft hat ungemein von Sidney profitiert. Und wir haben ihm die Plattform gegeben, um zu zeigen, was er immer noch drauf hat.“
“Beim Engagement von Sam im Herbst 2019 war die Konstellation eben einmalig. Einen Spieler seines Formates zu bekommen, das passiert nicht oft.“
Christian Möckel, Sportdirektor SCR Altach
Aktiv am Transfermarkt
Einen Ersatz für Sam zu finden, hält Möckel für so gut wie unmöglich, „denn dafür sind wir budgetär nicht groß genug aufgestellt, solch ein Kaliber zu verpflichten. Bei seinem Engagement im Herbst 2019 war die Konstellation eben einmalig. So einen Spieler zu bekommen, das passiert nicht oft.“ Dennoch ist man im Lager der Altacher am Transfermarkt schon richtig aktiv geworden. Mit Tormann Tino Casali (24/SV Mattersburg), Mario Stefel (24/SV Horn) und Nosa Edokpolor (23/BW Linz) verpflichtete man drei Perspektivspieler für die Zukunft. „Wir trauen diesen Kickern eine ähnliche Entwicklung wie die von Manfred Fischer oder Emir Karic zu. Sie haben unser vollstes Vertrauen“, erklärt Möckel. Dass der Kader dennoch abgespeckt werden soll, gibt der Deutsche zu: „Wir wollen uns von Spielern wie Florian Jamnig, Matthias Maak oder Frantz Pangop trennen. Das ist auch offen kommuniziert worden.“ Alle drei Kicker verfügen aber noch über laufende Verträge beim Vorarlberger Bundesligisten.


