Abschiedstour von Ronivaldo

Der Brasilianer wechselt zu Wacker Innsbruck. Gegen Vorwärts Steyr gibt der Goalgetter seinen vorletzten Heim-Auftritt.
Lustenau Seit neun Spielen wartet die Lustenauer Austria auf einen Sieg in der Liga. Nun gastiert mit dem SK Vorwärts Steyr eine Mannschaft im Planet Pure Stadion, die laut Austria-Interimscoach Tamas Tiefenbach „einfachen, disziplinierten und engagierten Fußball“ spielt. Zudem verfügen die Oberösterreicher über die beste Defensive der Liga. Die Vorzeichen für die ersten drei Punkte seit der Coronazwangspause könnten besser sein – zumal nun auch der Abgang von Ronivaldo zu Ligakonkurrent Wacker Innsbruck feststeht.
„Ronivaldo hat viel für den Verein gemacht, viele Treffer für uns erzielt. Sein Abgang gehört leider zum Tagesgeschäft im Fußball.“
Tamas Tiefenbach, Interimstrainer Austria Lustenau
Zuversicht in schweren Zeiten
Obwohl der Brasilianer die Bundesliga als klares Wechselziel ausgab, wechselt er nun ablösefrei nach Innsbruck und erhält einen Vertrag bis 2022. Auch Lustenau bemühte sich bis zuletzt um einen Verbleib des Kapitäns, habe laut Valentin Drexel sogar ein Angebot jenseits der finanziellen Schmerzgrenze gemacht. „Ronivaldo hat viel für den Verein gemacht, viele Treffer für uns erzielt. Sein Abgang gehört leider zum Tagesgeschäft im Fußball“, kommentiert Tiefenbach den Abgang des Rekordtorschützen (69 Treffer). Er habe Ronivaldo als ehrlichen und guten Menschen kennengelernt, der Brasilianer habe dem Trainerteam auch versichert, in den letzten Spielen alles zu geben. Ob er gegen den SK Vorwärts auch von Anfang an die Chance dazu haben wird, wird sich zeigen. Patrik Eler jedenfalls zählt noch nicht zum Aufgebot, Tiefenbach hofft, dass er nächste Woche wieder voll einsteigen kann. Auch Christoph Freitag wird pausieren müssen, er klagt über Probleme mit der Achillessehne.
Kompaktheit gefragt
Den Kopf in den Sand stecken? Trotzdem keine Option. Spaß, Einsatz und Einstellung fordert Trainer Tiefenbach von seinem Team. Und mit der Motivation, versichert er, gebe es überhaupt kein Problem. Gegen Liefering habe man etwa trotz 2:4-Niederlage guten Fußball gezeigt. „An der Handlungsschnelligkeit und der Kompaktheit wird gearbeitet“, so Tiefenbach. Besonders die guten Trainingsleistungen in den vergangenen zwei Wochen streicht er heraus. Diese alleine zählen im Wettkampfsport freilich recht wenig, die Leistung muss auch im Spiel abgerufen werden. „Unsere Probleme wurden kritisch analysiert, jetzt müssen wir diese Fehler minimieren. Sicher wird auch Spielglück nötig sein – in unserer Situation wahrscheinlich umso mehr“, gibt der Coach zu. FB
Fussball
2. Liga, 27. Spieltag
Austria Lustenau – Vorwärts Steyr Samstag
Planet Oure Stadion, 15 Uhr, SR Schörgenhofer