Altach sichert sich Punkt gegen die Admira-Abwehrmauer

Lange Zeit tat sich der Cashpoint SCR Altach im Heimspiel gegen die Admira schwer. Sogar einem 0:1-Rückstand musste die Pastoor-Elf nachjagen. Und so mussten die Rheindörfler am Ende mit einem 1:1 zufrieden sein.
Altach Schnell war zu sehen, warum sich Altach derzeit gegen die Admira einfach schwer tut. Diszipliniert die Räume eng machend, scharf an den Mann gehend und wenn nötig auch mit der nötigen Härte dazwischen. Unangehm für die Gastgeber, die ihren Ballbesitz nicht in Möglichkeiten ummünzen konnten. Dabei war der Elf von Alex Pastoor anzumerken, dass man von Beginn an Druck aufbauen wollte. Allein die Räume wurden nicht bespielt und auch die Bälle in die Tiefe fehlten. Diese kamen von den Gästen, die auf Fehler warteten. Einen solchen fabrizierten Oum-Gouet und Karic nach 20 Minuten im Mittelfeld – und schon ging es schnell. Pavelic und Paintsil kombinierten sich in den Strafraum, Letzterer schloss am herauseilenden Torhüter Martin Kobras vorbei ab, doch der mitgelaufene Jan Zwischenbrugger rettete in extremis und bugsierte den Ball aus dem Gefahrenbereicht.
Auch die zweite Möglichkeit der ersten Halbzeit, in der sich Altach immer schwerer tat, ging auf das Konto der Südstädter. Dieses Mal war es Roman Kerschbaum, der nach einer Paintsil-Flanke am langen Eck den Ball neben das Tor setzte (27.). Altach hingegen fand nicht das richtige Rezept gegen die teilweise sehr tief stehende Gäste-Elf. Daran änderte auch eine Vielzahl von Ecken und die wenigen Freistoß-Möglichkeiten an der Strafraumgrenze nichts.
Tipico Bundesliga
28. Spieltag
Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 1:1 (0:0)
Cashpoint Arena, SR Walter Altmann (T)
Torfolge: 59. 0:1 Kerschbaum (Kopfball), 67. 1:1 Schreiner
Gelbe Karten: 20. Schösswendter, 33. Bauer, 35. Kerschbaum (alle Admira/alle Foulspiel), 37. Karic (Altach/Unsportlichkeit), 72. Toth (Admira), 81. Tartarotti, 90./+3 Oum Gouet (beide Altach/alle Foulspiel)
Cashpoint SCR Altach (4-1-4-1): Kobras; Thurnwald, Dabanli (76. Schmiedl), Zwischenbrugger, Karic; Oum-Gouet; Sam, Tartarotti, Fischer, Schreiner (71. Daniel Nussbaumer); Gebauer (71. Villalba)
FC Admira Wacker Mödling (4-2-3-1): Leitner; Bauer, Schösswendter, Aiwu, Maier; Lackner, Toth; Pavelic (73. Hjulmand), Pusch (65. Kadlec), Kerschbaum (73. Hoffer); Paintsil (87. Cham)

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Tore und mehr Strafraumszenen
Die zweite Hälfte begann mit einem ersten Lichtblick, als Sidney Sam endlich mit links zum Abschluss kam, sein schön angetragener Schlenzer aber strich am Kreuzeck vorbei ins Aus (50.). Es sollte aber ein kurzes Aufflackern bleiben, denn die massive Defensive der Gäste schien in weiterer Folge unüberwindbar. Und dann nutzte die Admira auch noch ihre dritte Möglichket, als Kerschbaum bei einem Eckball seinem Bewachter entwischte und aus kurzer Distanz per Kopf den Ball ins Netz wuchtete (58.). Der Rückstand wirkte wie ein Weckruf. Altach in der Folge nämlich aggressiver und auch zielstrebiger. Rasch wurde man für den Mehraufwand belohnt. Eine schöne Kombination über links führte zum verdienten Ausgleich. Fischer und Karic spielten sich durch, Gebauer legte zurück und Emanuel Schreiner war schneller als die Gästeabwehr und drückte das Leder über die Linie. Dabei stieß er mit dem Kopf von Tartarotti zusammen, musste behandelt werden und kurz danach war der Arbeitstag von Schreiner beendet. Auch jener von Berkay Dabanli endete vorzeitig, allerdings ungewollt. Denn Altachs Abwehrspieler humpelte nach 76. Minuten vom Platz, mit Schmerzen im hinteren Beckenbereich. Eine Verletzung, die sich bereits Minuten vorher angekündigt hatte.

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An der optischen Überlegenheit der Hausherren änderte das nichts, auch wenn kurzfristig durch die vielen Wechsel der eben erst gefundene Spielfluss etwas gelitten hatte. Die Admira blieb konsequent in ihrer Abwehrarbeit, bei Altach war der Versuch, über die Seiten zu kommen und mehr Geschwindigkeit ins Spiel zu bekommen, spürbar. Weil aber die Angriffe nicht zu Ende gespielt wurden, gab es auch keine weiteren Einschussmöglichkeiten und Altach musste sich mit dem 1:1 zufrieden geben. Positives gab es am Rande des Spiel, denn die laufenden Gespräche zwischen dem Verein und Philipp Netzer deuten mehr und mehr auf eine Verlängerung des Vertrages hin.