Nach Blitzstart hat Altach den Faden verloren

1:1 in der Südstadt: Die Rheindörfler ließen gegen Angstgegner Admira trotz starken Beginns einmal mehr Federn.
Maria Enzersdorf In den letzten zwölf Partien haben die Altacher gegen die Admira nur einmal gewonnen. Auch diesmal war zu sehen, warum die Südstädter den Vorarlbergern nicht liegen. Mit ihrem kampfbetonten Umschaltspiel machten die Gastgeber den um spielerische Linie bemühten Gästen zu schaffen. Trainer Alex Pastoor setzte bei der Aufstellung wieder auf Rotation. Meilinger, Schmiedl, Wiss, Gebauer und Anderson kamen im Vergleich zum St. Pölten Match statt Thurnwald, Sam, Fischer, Oum Goet und Schreiner zum Zug. Letzterer fehlte allerdings aus erfreulichen Gründen, er wurde Vater.

Tipico Bundesliga
Qualifikationsgruppe, 27. Spieltag
FC Admira – SCR Altach 1:1 (1:1)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, SR Muckenhammer (OÖ)
Tore: 0:1 (6.) Gebauer, 1:1 (32.) Pavelic
Admira: Leitner – Bauer, Schösswendter, Aiwu – Kerschbaum, Lackner – Pavelic, Kadlec (79. Kadlec), Maier – Pusch (71. Hjulmand) – Paintsil (90. Pink)
Altach: Kobras – Anderson (79. Thurnwald), Dabanli, Schmiedl, Karic – Meilinger (60. Sam), Zwischenbrugger, Wiss (30. Oum Gouet), Tartarotti (46. Fischer), Gebauer (79. Villalba) – Daniel Nussbaumer
Gelbe Karten: Bauer, Kadlec, Paintsil, Maier bzw. Debanli, Villalba
Die Besten: Aiwu, Schösswendter, Pavelic bzw. Gebauer, Schmiedl, Sam
Anmerkung: Hjulmand scheiterte in der 84. Minute mit einem Foulelfmeter an Kobras.
Altach startete schon wieder wie aus der Pistole geschossen. Schon in Minute drei kam Gebauer nach Nussbaumer-Vorlage, ein Admiraner verlängerte unfreiwillig, frei im Strafraum zum Schuss, verfehlte aber knapp. In Minute fünf machte er es besser: Nussbaumer ließ auf links Kerschbaum sehenswert dank seiner Schnelligkeit stehen und legte zurück auf Gebauer, der den Ball scharf ins linke Kreuzeck knallte. Das fünfte Saisontor für Gebauer, die dritte Vorlage von Nussbaumer. Der 20-Jährige ist seit dem Liga-Neustart in Überform, hat in den letzten vier Spielen jedesmal einen Scorerpunkt geleistet. Die Heimmannschaft wurde in Minute 16 erstmals gefährlich. Eine starke Pavelic-Flanke setzte Pusch per Kopf aber klar neben das Tor. Die nächste Gelegenheit hatte wieder Altach. Eine Kombination über Meilinger und Tartarotti schloss Karic neben das Tor ab (19.). Nach 30 Minuten kam Oum Gouet für den angeschlagenen Wiss, der bei einer Grätsche von Pusch unglücklich auf die Schulter fiel. Eine Minute später hätte Schmiedl nach einer Paintsil-Hereingabe fast ins eigene Tor getroffen. Das gelang beim darauffolgenden Eckball leider Pavelic, nachdem Kobras den Ball vor Schösswendter schlecht weggeboxt hatte (32.). „Schade, bis dahin waren wir viel besser und hatten kaum Probleme“, bedauerte Pastoor. Nicht unverdient ging es mit 1:1 in die Pause. Denn die Admira wurde stärker, bei Altach war etwas der Faden gerissen.
„Wir waren in der zweiten Halbzeit am Ball zu hektisch.“
Alex Pastor, Cheftrainer Cashpoint SCR Altach
Pastoor brachte zur Halbzeit Fischer für Tartarotti. Als Erster wurde aber Kobras geprüft, der einen Flachschuss von Pusch zur Ecke klärte (49.). Altacher Chancen blieben in Hälfte zwei Mangelware. Bis Kobras gegen Hoffer schlecht herauskam und Hoffer leicht fiel. „Das hat er geschickt gemacht, aber getroffen habe ich ihn nicht“, so Kobras. Elfmeter für die Admira. Altachs Schlussmann machte seinen Fehler gut und hielt den schwach getretenen Penalty von Hjulmand (83.). In der 93. Minute verpasste die Admira den Matchball – nach einem gefährlichen Pavelic Stangelpass konnte die Altach Abwehr gerade noch klären. So blieb es beim 1:1 – und Altach wieder ohne Sieg gegen die Admira. „Wir waren in der zweiten Halbzeit am Ball zu hektisch. So können beide Seiten mit dem Punkt leben“, fasste der Trainer zusammen.

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