Zwei Tore von Ronivaldo reichten nicht zum Sieg

Sport / 10.06.2020 • 22:15 Uhr
Zwei Tore von Ronivaldo reichten nicht zum Sieg
Ronivaldo war nie zu halten, leider reichten seine beiden Treffer nicht zum Sieg. GEPA

Austria Lustenau muss sich zuhause bei der Geisterspiel-Premiere mit einem 2:2 gegen die Juniors OÖ begnügen.

Lustenau Geisterspiel Nummer eins im Planet Pure Stadion. Zwar versuchte der Stadionsprecher bis kurz vor Spielbeginn der Heimpartie gegen die Juniors OÖ etwas Stimmung zu machen, Wolfgang Verocais „s‘Läobo ischt ko Schoggi“ dröhnte aus den Lautsprecherboxen, doch spätestens beim Anpfiff von Schiedsrichter Felix Ouschan war es mucksmäuschenstill im Stadion. Fußball in Zeiten von Corona ist nun auch in Lustenau angekommen.

Zwei Tore sind gut, aber ich hätte mindestens noch ein drittes machen müssen. Schade, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat.“

Ronivaldo, Stürmer Austria Lustenau

Führung nach 110 Sekunden

Zur Revanche für die 5:8-Blamage im Herbst gegen die Juniors aus Oberösterreich, bei denen der Ex-FC Lustenau-Goalgetter Rene Gartler auf der Bank Platz nahm, veränderte Austria-Trainer Roman Mählich seine Elf im Vergleich zum GAK-Match auf vier Positionen. Bojan Avramovic, Thomas Mayer, Pius Grabher und Torgarantie Ronivaldo waren neu in der Startelf. Und Letztgenannter ließ seine Austria nach genau 110 Sekunden zum ersten Mal jubeln. Nach Schoko-Pass von Mayer ließ Ronivaldo (2.) Juniors-Goalie Thomas Turner „aufwischen“ und erzielte die frühe Führung. Wer aber dachte, dass die Führung Sicherheit ins Lustenauer Spiel bringen würde, irrte gewaltig. Die Juniors übernahmen postwendend das Kommando im Spiel, und die Austria verlegte sich auf Konter. Ronivaldo (16.) scheiterte nach kraftvollem Sololauf an Juniors-Goalie Turner, der sein Team im Match hielt. Was sich bezahlt machte. Denn Florian Aigner (21.) setzte sich gegen Austria-Abwehrspieler Dominik Stumberger durch und traf zum verdienten Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste Herr im Lustenauer Hause. Den Umstand hätte aber erneut Ronivaldo (32.) ändern können, als er nach wunderbaren Konter über Daniel Steinwender und Mayer nur den Pfosten traf.

Domenik Schierl rettete seiner Mannschaft in letzter Sekunde zumindest den einen Punkt. <span class="copyright">GEPA</span>
Domenik Schierl rettete seiner Mannschaft in letzter Sekunde zumindest den einen Punkt. GEPA

Gerechtes Remis

Die zweite Halbzeit startete wie die erste: mit einem Treffer von – natürlich – Ronivaldo (49.). Diesmal verwertet er eine Traumflanke von Michael Lageder per Kopf. Danach beruhigte sich das Spiel ein wenig, wobei der Brasilianer wohl nach einem Stanglpass die Entscheidung (59.) auf dem Fuß hatte. Doch sein Schuss ging über das Gehäuse. Erst als Alexander Ranacher (74.) nach Foul an Juniors-Goalie Turner die gelb-rote Karte sah, kam wieder richtig Schwung in die Partie, sehr zum Leidwesen der Heimischen. Die Gäste drückten vehement auf den Ausgleich, den Edeljoker Gartler (85.) per Kopf auch völlig verdient besorgte. In letzter Sekunde konnte sich die Mählich-Elf nochmal bei Goalie Schierl bedanken, der mit einer großartigen Parade nach Schuss von Wallquist den Punkt rettete.
Doppeltorschütze Ronivaldo verließ mit gemischten Gefühlen den Platz: „Zwei Tore sind gut, aber ich hätte mindestens ein drittes machen müssen. Schade, dass es nicht zu einem Sieg gereicht hat“, so der Goalgetter über seine Tore Nummer 65 und 66 im Dress der Lustenauer Austria.