Die Leichtathletik steht in den Startlöchern

Sport / 08.06.2020 • 22:14 Uhr
Weitspringer Oluwatosin Ayodeji möchte wie alle Leichtathleten so schnell wie möglich wieder Wettkampfpraxis sammeln. <span class="copyright">gepa</span>
Weitspringer Oluwatosin Ayodeji möchte wie alle Leichtathleten so schnell wie möglich wieder Wettkampfpraxis sammeln. gepa

Für Vorarlbergs Leichtathletik-Präsidentin Helene Pflüger läuft der Neustart nach Plan.

Schwarzach Die Leichtathletik hat die Startblöcke für die Freiluftsaison aufgestellt. In Vorarlberg werden in dieser Woche die Termine für den Neubeginn koordiniert. „Wir sind eineinhalb bis zwei Monate später dran als sonst“, erklärt VLV-Präsidentin Helene Pflüger. „Sofern nicht etwas dazwischenkommt, werden wir den normalen Veranstaltungskalender bis Mitte Oktober abarbeiten können. Bis auf die Langstreckenbewerbe“, ergänzt Pflüger. So musste die Vorarlberger Crosslaufserie in dieser Saison abgesagt werden. „Hintereinander zu laufen geht momentan nicht. Es ist zwischen den Läufern ein Abstand von sechs bis acht Metern nötig. In Tirol wurde am Wochenende die Berglaufmeisterschaft über die Bühne gebracht, allerdings mit Einzelstarts.“ Auch für Pflüger eine Lösung, um Langstreckenbewerbe zu organisieren.

Mehrkampf in Götzis

Diese Variante bietet sich eventuell für die 1500- und 800-Meter-Bewerbe bei den öster­reichischen Mehrkampfmeisterschaften, die am 29./30. August im Götzner Möslestadion stattfinden, an. „Das dürfte eine tolle Veranstaltung werden“, glaubt Pflüger, denn es dürfte die gesamte österreichische Elite am Start sein.
Das Mösle hat sich bereits am Wochenende bei einem „Hotspot“-Wettkampf mit einer kleinen Trainingsgruppe bewährt. Der Österreichische Leichtathletikverband wird – mit Ausnahme der Langstrecke – Mitte August Titelkämpfe organisieren. Pflüger: „Im Vorfeld werden wir eine Woche vorher die Vorarlberger Meisterschaften abhalten, um die Limits für die Staatsmeisterschaften zu ermitteln.“ Der offizielle Start des Wettbewerbsbetriebes soll am 17. und 18. Juli mit den Nachwuchs-Mehrkampfmeisterschaften in Bregenz erfolgen, die Vorarlberger Meisterschaften sind für den 1. August angesetzt. „Wir beim VLV sind in der Endphase der Planung, Mitte der Woche müsste alles stehen.“ Der ÖLV sei im Vorfeld sehr behilflich gewesen. „Wir waren immer auf dem neuesten Stand, bekamen klare Anweisungen, alle Details waren mit dem Ministerium abgeklärt.“
Das Comeback der Leichtathletik im Ländle sei sehr gut angelaufen, so Pflüger. „Es war grundsätzlich ein Bewegungsmangel vorhanden. Für Sportler ist es schlimm, eingesperrt zu sein. Es ist wichtig, dass wir den Jungen jetzt etwas anbieten können.“ Die Trainingsintensität sei von Verein zu Verein verschieden. „Manche stehen in den Startlöchern, manche trainieren schon in Vollbetrieb. Das hängt mit der Größe der Gruppen und den vorhandenen Ressourcen an Trainern und Übungsleitern zusammen.“ Aber auch mit der vorhandenen Infrastruktur. „Das Leichtathletikstadion in Lustenau zum Beispiel ist voll, da wollen jetzt viele Sportarten trainieren. Man muss aufpassen, dass alle Coronaregeln eingehalten werden.“

„Für Sportler ist es schlimm, eingesperrt zu sein. Es ist wichtig, dass wir den Jungen etwas anbieten können.“

Helene Pflüger, Präsidentin Vorarlberger Leichtathletikverband


Vorarlbergs Topathleten wie Isabel Posch, Chiara Schuler, Oluwatosin Ayodeji oder Daniel Bertschler sind unter der Aufsicht von Landestrainer Sven Benning voll im Aufbautraining, brennen auf die ersten Meetings, möchten wieder Wettkampferfahrung sammeln. Daneben wird bei Individualeinheiten an den Feinheiten gefeilt. Pflüger: „Trainer, Betreuer und Athleten sind ist im gegenseitigen Austausch, das läuft sehr gut.“