Freude und Sorgen nach Neustart bei Fußball-Legionärin Sabrina Horvat

Sport / 29.05.2020 • 09:20 Uhr
Freude und Sorgen nach Neustart bei Fußball-Legionärin Sabrina Horvat
Für Sabrina Horvat geht es um den Klassenerhalt im Fußball-Oberhaus.

Schon heute startete die Deutsche Frauen-Bundesliga in die Schlussphase der Meisterschaft. Horvat und Co verloren zum Auftakt gegen CL-Teilnehmer Wolfsburg 0:4.

KÖLN Acht Spiele sind für den 1. FC Köln in der Frauen Bundesliga noch zu absolvieren. Acht Spiele, bei denen es um viel geht. Denn obwohl die zweite Bundesliga abgebrochen und die Saison durch die Coronapandemie für 13 Wochen unterbrochen wurde, wird es am Ende der Saison zwei Absteiger aus der Bundesliga geben. „Es ist für mich nicht ganz verständlich, wieso diese Saison unter diesen Umständen so fertig gespielt wird“, findet die Höchsterin Sabrina Horvat. Für sie und ihr Team geht es in den verbleibenden acht Spielen um den Klassenerhalt im Fußball-Oberhaus. „Wir werden in den kommenden vier Wochen jeweils zwei Spiele haben. Wir sind aktuell die einzige der großen Frauenligen in Europa, die ihre Saison zu Ende spielen möchte. Die Verletzungsgefahr aufgrund der im Vergleich zu den Männerteams kleineren Kadergrößen und der kurzen Vorbereitung schätze ich als sehr hoch ein.“ Ihr Team ist erst seit zwei Wochen wieder auf dem Rasen anzutreffen, seit einer Woche ist erst Mannschaftstraining möglich. Für Jena beginnt das Mannschaftstraining gar erst nach dem zweiten Meisterschaftsspiel. „Kontaktloses Einzelgruppentraining“ heißt die Devise beim Klub aus Thüringen. „Die Situation ist unfair. Manche Teams sind bereits seit acht Wochen auf dem Trainingsplatz und andere noch gar nicht. In dieser Situation von einem sportlich fairen Wettbewerb zu sprechen, ist doch etwas weit hergeholt“, bringt es die 23-Jährige auf den Punkt.

Anstelle in die Sommerpause zu gehen, startet für Horvat und Co. nun mit geladenen Akkus der Saisonendspurt. „Klar ist die Freude groß, dass wir wieder auf den Platz dürfen. Aber unter diesen Umständen mache ich mir auch große Sorgen, nicht nur um die Gesundheit.“ Acht Wochen lang durften die Kölnerinnen nur zuhause trainieren und sich so im athletischen Bereich fithalten. Diese Woche steht noch die verpflichtende Hotelquarantäne auf dem Programm. „Wir sind etwas außerhalb von Köln in einer Sportschule untergebracht. Da haben wir den Vorteil, dass wir auch etwas Platz haben, uns in der freien Natur zu bewegen. In der Stadt wäre das nicht möglich gewesen, da das Risiko einer Ansteckung zu groß gewesen wäre.“ Viermal wurde Vorarlbergs zweifache Fußballerin des Jahres bereits auf das Coronavirus getestet – alle vier Tests waren negativ.

Zum Restart auf der Bank

Für Sabrina Horvat und Co. endete das erste Spiel nach Wiederbeginn in der deutschen Frauen-Bundesliga zwar mit einer klaren Niederlage, doch die Kölner Frauen zeigten, dass trotz der kurzen Vorbereitung voll mit ihnen zu rechnen ist. Zwei Pfostenschüsse, weitere gute Offensivaktionen sahen die Zuschauer am Livestream, die Punkte holte sich am Ende aber dennoch der Meister aus Wolfsburg ab. 4:0 hieß das Resultat am Ende zugunsten des Champions-League-Viertelfinalisten. Bei den Kölnerinnen saß die Höchsterin auf der Bank, denn bei einer weiteren Verwarnung wäre sie für das wichtige Spiel gegen Duisburg am Donnerstag gesperrt gewesen. „Die Mannschaft hat heute eine sehr gute Leistung gezeigt. Auch in der Schlussphase hatten wir in Unterzahl noch die Möglichkeiten in der Offensive“, zog sie ihr Resümee von der Tribüne aus. HFL