Handball-Stars jagen Trophäe des VN.at eSportCup

Sport / 20.05.2020 • 21:45 Uhr
Handball-Stars jagen Trophäe des VN.at eSportCup
Die Wohnung von Gerald Zeiner ist schon fast leer, aber die Playstation läuft immer noch auf Hochtouren – zum Training für den VN.at eSportCup.

Hards Gerald Zeiner und Lukas Schweighofer sind online mit von der Partie.

Hard Am Samstag startet Vorarlbergs erster VN.at eSportCup mit dem ersten Qualifikationsturnier. In insgesamt vier Ausscheidungsturnieren werden die acht Teilnehmer für das große Finale am 26. Juni ermittelt. Die drei besten Zocker auf FIFA an der Playstation-Konsole teilen sich 2000 Euro. Noch gibt es Plätze, um sich für ein Qualifikationsturnier anzumelden und sich mit den besten FIFA-Zockern des Landes zu messen.

„Hinten nix anbrennen lassen und vorne eiskalt zuschlagen.“

Lukas Schweighofer, Alpla HC Hard

Handballer am Controller

Genau das haben sich die beiden Handballer des Alpla HC Hard, Gerald Zeiner und Lukas Schweighofer, zu Herzen genommen und sind nun mit von der Partie. „Als ich vom eSportCup erfahren habe, war ich sofort Feuer und Flamme und wollte unbedingt mitmachen,“ erzählt Schweighofer. Der bullige Kreisläufer der roten Teufel vom Bodenseezählt sich selbst zwar nicht zu den „FIFA-Verrückten“, „aber seit 2006 bin ich Fan von dem Spiel. Es ist eine lustige Abwechslung zum Alltag eines Handballspielers. Der Reiz beim VN.at eSportCup besteht für mich darin, dass ich mal sehen kann, wie gut ich im Vergleich mit anderen Spielern bin“. Deshalb wird der gebürtige Grazer am Samstag sein Debüt bei einem Online-Turnier geben.

Neben den Kettelbells kommt bei Lukas Schweighofer aktuell die Playstation auch nicht zu kurz.
Neben den Kettelbells kommt bei Lukas Schweighofer aktuell die Playstation auch nicht zu kurz.

Abschied des Spielmachers an der Konsole

Genauso wie Hards Spielmacher und Nationalspieler Gerald Zeiner. Glaubt man den Aussagen von Schweighofer, könnte es sich bei Zeiner um einen Geheimfavoriten handeln: „Der Gerald ist stark an der Konsole, das haben mir schon viele Freunde bestätigt“. Zeiner selbst will sich nicht zu weit hinauslehnen, behauptet aber, „dass ich nicht so schlecht bin am Controller. Ich spiele jetzt zwar mein erstes Online-Turnier, nehme aber regelmäßig an den FIFA-Weekend-Turnieren teil“. Sein erstes FIFA-Spiel erwarb der 31-Jährige 1998, „seitdem hab ich mir jede neue Ausgabe gekauft,“ so Zeiner, der mit Ende Juni nach sieben erfolgreichen Jahren in Hard Vorarlberg in Richtung Tirol verlassen wird. Ob er, nach drei Meistertiteln, zwei Cupsiegen und drei Supercuperfolgen, ähnlich erfolgreich bei seinem ersten eSportCup-Auftritt ist, wagt Zeiner zu bezweifeln: „Aber es ist irgendwie lustig, dass mein letzter sportlicher Auftritt im Ländle auf der Konsole stattfinden wird. Denn mit Handball wird das nichts mehr“.

„Ich bin Sportler, will immer gewinnen. Egal in welchem Spiel: Schach, Hallenhalma oder eben an der Konsole.“

Gerald Zeiner, Alpla HC Hard

Immer auf Sieg

Daher ist die Vorfreude groß und der Ehrgeiz größer. Denn Zeiners Ziel: den Cup zu gewinnen: „Ich bin Sportler, will immer gewinnen. Egal in welchem Spiel: Schach, Hallenhalma oder eben an der Konsole“. Ein Lied von seinem Ehrgeiz können Kollegen in der österreichischen Nationalmannschaft singen. Dort wird behauptet, dass der Rückraumspieler in seinen sechs Jahren als Nationalspieler an der Playstation unbesiegbar war. „Also viele Spiele habe ich sicher nicht verloren,“ so Zeiner, der sich in den letzten Tagen vermehrt dem Studium seiner Mannschaft widmete. „Ich werde eventuell mit Schalke 04 in das Turnier gehen. Wobei mir Kumpels verraten haben, dass beim 85er-Modus der VfL Bochum ein Geheimtipp sein soll. Das schaue ich mir aber nochmal genau an“. Sonst will sich Zeiner nicht zu sehr in die Karten blicken lassen, nur soviel, „dass ich Wert lege auf gepflegtes Pass-Spiel, das ist bei der aktuellen Ausgabe enorm wichtig“. Teamkollege Schweighofer geht die Sache pragmatischer an, ganz nach dem Motto: „Hinten nix anbrennen lassen, und vorne eiskalt zuschlagen.“

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