Patrick Feurstein über das erste Schneetraining nach Corona

Sport / 07.05.2020 • 14:00 Uhr
Patrick Feurstein über das erste Schneetraining nach Corona
Die ersten Schwünge auf Schnee von Patrick Feurstein nach der Coronapause. ÖSV/AICHNER

Der Mellauer ÖSV-A-Kaderläufer trainiert derzeit am Kaunertaler Gletscher. Erstmals mit dem neuen Riesentorlauf-Trainerteam, dem auch Ferdinand Hirscher angehört.

Schwarzach Nur das Wetter spielte nicht ganz mit: Weil in Sölden Nebel und reichlicher Schneefall das Ski-Training der alpinen Abfahrer und Slalom-Spezialisten noch unmöglich machten, absolvierten am Mittwoch nur Österreichs Riesentorlauf-Asse ihren ersten Schneetag. Das ging am Kaunertaler Gletscher den Corona-Auflagen zum Trotz recht gut, wie Herren-Chefcoach Andreas Puelacher berichtete. Mit dabei auch ein Vorarlberger. Patrick Feurstein war vor allem froh, dass er nach der langen, Coronavirus-bedingten Pause wieder auf Skiern stehen konnte. Beim 23-Jährigen stehen derzeit keine Skitests an, sodass er sich schon vom ersten Tag an darauf konzentrieren konnte, Verbesserungen im technischen Bereich vorzunehmen. „Ein paar Dinge umlernen und stabiler werden“, sagte der Mellauer. Das neue Trainerteam mit Hirscher-Papa Ferdinand nennt er eine „coole Konstellation“. „Ich kenne beide gut, mit Ferdl habe ich schon im Vorjahr gearbeitet. Ich denke, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht.“ Beim Training selbst werden die Regeln laut Feurstein penibel eingehalten.

„Am Anfang war es noch ein bisschen neblig, dann haben wir unser Programm aber gut durchziehen können“, sagte Puelacher über die erste Schneeeinheit unter dem neuen RTL-Chefcoach Michael Pircher, dem einstigen Erfolgstrainer von Marcel Hirscher. „Wir halten die Regeln der Regierung ein. Wir haben genügend Abstand zwischen Athleten und Betreuern. Es ist zwar ein bisschen komisch am Anfang, aber man gewöhnt sich daran. Es hindert uns nichts“, meinte der Tiroler Puelacher.

Auch Roland Leitinger, der in den Nationalkader des ÖSV aufgestiegen ist, fühlte sich wohl. „Es ist ein bisschen ungewohnt, aber kein Problem, es ist ja ein Einzelsport. Das macht nicht den großen Unterschied“, erklärte der Salzburger. Sein Ziel zu Beginn: „Die anderen kennen sich schon fast blind, ich möchte mich da gut integrieren. Dann ist sehr, sehr viel möglich.“ Leitinger beendete den Disziplinen-Weltcup der Vorsaison als bester Österreicher auf dem 17. Platz.